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Sucralose: Wie gesund ist der künstliche Süßstoff?

angelicavaihel (CC0), Pixabay
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Sucralose ist ein künstlicher, kalorienfreier Süßstoff, der häufig unter dem Markennamen Splenda verkauft wird. Er steckt unter anderem in zuckerfreien Getränken, Süßigkeiten, Milchprodukten und Backwaren.

Der Süßstoff wird aus Haushaltszucker hergestellt, dessen Molekülstruktur chemisch verändert wird. Dadurch ist Sucralose etwa 600-mal süßer als Zucker, wird vom menschlichen Körper aber nur schlecht aufgenommen und verstoffwechselt.

Für Menschen, die weniger Zucker oder Kalorien zu sich nehmen möchten, kann Sucralose eine praktische Alternative sein. Auch bei Diabetes kann sie dabei helfen, Speisen und Getränke zu süßen, ohne den Blutzuckerspiegel ähnlich stark zu erhöhen wie gewöhnlicher Zucker. Wegen ihrer hohen Süßkraft werden nur sehr kleine Mengen benötigt.

Allerdings gibt es auch mögliche gesundheitliche Bedenken. Neuere Untersuchungen beschäftigen sich unter anderem mit Auswirkungen auf die Darmflora, den Stoffwechsel und die Insulinreaktion.

Viele dieser Studien wurden jedoch an Tieren durchgeführt und verwendeten teilweise deutlich höhere Mengen, als Menschen normalerweise konsumieren. Untersuchungen mit Menschen waren häufig kurz, arbeiteten mit unterschiedlichen Dosierungen und kamen zu uneinheitlichen Ergebnissen. Deshalb lassen sich bislang keine eindeutigen Schlussfolgerungen ziehen.

Die US-amerikanische Lebensmittelbehörde FDA hat Sucralose 1998 als Süßstoff zugelassen. Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Stand gilt sie bei üblichem Verzehr als grundsätzlich sicher. Wer Sucralose hilfreich findet, um zugesetzten Zucker zu reduzieren, muss sie daher nicht grundsätzlich aus der Ernährung streichen.

Menschen, die den Süßstoff nicht vertragen oder sich damit unwohl fühlen, können auf andere kalorienarme Süßungsmittel wie Stevia oder Mönchsfrucht ausweichen. Diese werden aus Pflanzen gewonnen und bieten eine ähnliche Süßkraft.

Nach aktuellem Forschungsstand gibt es jedoch keinen eindeutig besten kalorienfreien Süßstoff. Entscheidend ist, welches Produkt gut vertragen wird und sich sinnvoll in die persönliche Ernährung einfügt.

Sucralose kann Zucker ersetzen, sollte aber nicht automatisch als gesundes Lebensmittel betrachtet werden. Auch bei zuckerfreien Produkten lohnt sich ein Blick auf die übrigen Zutaten und auf die insgesamt konsumierte Menge.

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