Vor dem Hintergrund der US-Zollpolitik haben viele Verbraucher ihre Smartphone-Käufe vorgezogen – ein Trend, der Apple ein überraschend starkes Quartal bescherte. Die Zahl der aktiv genutzten iPhones erreichte zum Jahresbeginn einen neuen Höchststand, wie CEO Tim Cook am Donnerstag gegenüber Reuters erklärte: „Das gilt für sämtliche Regionen weltweit.“
Trotz der positiven Geschäftszahlen reagierten die Märkte skeptisch. Die Apple-Aktie verlor im nachbörslichen Handel an der Wall Street rund 1,5 Prozent – eine Folge der anhaltenden Unsicherheit über mögliche Langzeitfolgen der US-Zollpolitik unter Präsident Donald Trump.
Quartalszahlen über Erwartungen – Dividende steigt
Apple setzte im abgelaufenen Quartal iPhones im Wert von 46,84 Milliarden US-Dollar (ca. 41,5 Mrd. Euro) um. Der Gesamtumsatz lag bei 95,36 Milliarden Dollar, der Gewinn pro Aktie bei 1,65 Dollar. Besonders erfreulich für den Konzern: Auch im wichtigen China-Geschäft, wo Apple zunehmend unter Druck durch lokale Anbieter steht, lagen die Umsätze mit 16 Milliarden Dollar über den Erwartungen.
Auf Basis dieser Zahlen kündigte das Unternehmen eine Erhöhung der Quartalsdividende um vier Prozent auf 0,26 Dollar je Aktie an.
Zollrisiken und Marktwertverluste
Apple gilt als besonders anfällig für die erratische Handelspolitik der Trump-Regierung, da ein Großteil der iPhones in China produziert wird. Zwar sind Smartphones bislang von den US-Zöllen ausgenommen – dies könnte sich jedoch jederzeit ändern.
Infolge dieser Unsicherheit hat Apple seit Jahresbeginn rund 600 Milliarden Dollar an Börsenwert verloren und damit auch den Titel als wertvollstes börsennotiertes Unternehmen weltweit eingebüßt.
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