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Skibergsteigen feiert Olympia-Premiere – Disziplin mit Hitpotenzial

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Mit Skibergsteigen, kurz „Skimo“ (von Skimountaineering), betritt bei den Winterspielen in Bormio eine ebenso anspruchsvolle wie spektakuläre Sportart die olympische Bühne. Im kompakten Sprint-Format könnte die Disziplin rasch zum Publikumsliebling avancieren. Für Österreich gehen Johanna Hiemer und Paul Verbnjak an den Start. Die Vorläufe im Einzelbewerb sind am Donnerstag ab 9.45 Uhr live in ORF1 sowie im Livestream zu sehen.

Viele Experten sind sich einig: Skimo bringt alles mit, was ein moderner Olympia-Bewerb braucht – Tempo, Action und packende Positionskämpfe. Am Samstag steht zusätzlich die Mixed-Staffel auf dem Programm. Dort rechnen sich Hiemer und Verbnjak größere Chancen aus, während sie im Einzel selbst eher in der Außenseiterrolle sehen. Das Interesse ist jedenfalls enorm: Beide Bewerbe sind mit jeweils 5.000 Zuschauern restlos ausverkauft.

Kompakt und zuschauerfreundlich

Das Sprint-Format wurde bewusst so gestaltet, dass es fernsehtauglich und publikumsnah ist – ohne dabei die Kernelemente des Skibergsteigens zu verlieren. „Alle wesentlichen Bestandteile sind enthalten: Aufstieg mit Ski, Tragepassagen ohne Ski und eine anspruchsvolle Abfahrt“, erklärt ORF-Kommentator Boris Kastner-Jirka, der aus Bormio berichten wird.

Wie im Langlauf-Sprint werden die Medaillen in Vorläufen, Halbfinale und Finale vergeben. Mehrere Athletinnen und Athleten treten gleichzeitig an, was für intensive Positionskämpfe sorgt. Die Abfahrt ist wie ein Riesentorlauf ins Gelände gesetzt, zusätzliche Spannung bringen die Wechselzonen: Dort müssen Ski am Rucksack befestigt oder Steigfelle entfernt werden – oft entscheiden Sekundenbruchteile.

„Im Sprint geht alles extrem schnell. Gerade die Positionskämpfe könnten das Publikum begeistern“, so Kastner-Jirka.

Kraft, Technik und Tempo gefragt

Der Ablauf ist klar strukturiert: Gestartet wird mit angeschnallten Ski und Steigfellen im Zielbereich der Stelvio. Kurz darauf folgt eine Tragepassage mit Ski am Rucksack, inklusive Treppenabschnitt. Danach geht es erneut auf Ski bergauf, bevor für die Abfahrt möglichst rasch umgerüstet werden muss. In engen, spektakulären Kurven führt die Strecke schließlich zurück ins Ziel.

Die Laufzeit pro Runde beträgt rund drei Minuten. Das Einzelrennen erstreckt sich über 610 Meter mit 70 Metern Höhendifferenz. In der Mixed-Staffel absolvieren Athletin und Athlet jeweils zwei Runden – insgesamt 1.310 Meter bei 135 Metern Höhendifferenz.

Das Reglement ist simpel: Wer zuerst im Ziel ist, gewinnt. Punkterichter oder Stilnoten gibt es nicht. Gefordert sind explosive Kraft, Ausdauer und präzise Technik – ganz im Sinne des olympischen Mottos „Schneller, höher, weiter“.

Mit seiner Mischung aus alpiner Herausforderung und kompaktem Rennformat könnte Skibergsteigen bei seiner Premiere für einen nachhaltigen Eindruck sorgen – und vielleicht schon bald zu den Fixpunkten im olympischen Winterprogramm zählen.

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