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Marjorie Taylor Greene rechnet mit Trump-Regierung und Republikanern ab

qimono (CC0), Pixabay
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Die frühere US-Abgeordnete Marjorie Taylor Greene, einst eine der engsten Verbündeten von Präsident Donald Trump, hat erneut scharfe Kritik an der Regierung und der eigenen Partei geübt. Mit Blick auf die Kongresszwischenwahlen 2026 warnt sie die Republikaner vor einem politischen Debakel im November.

In einem ausführlichen Beitrag in den sozialen Medien griff Greene die Partei in mehreren Punkten an. Sie kritisierte steigende Gesundheitskosten, den Umgang mit den sogenannten Epstein-Akten sowie die Unterstützung einer aus ihrer Sicht zu aggressiven Außenpolitik Trumps.

„Wenn ihr von Anfang an Amerika an erste Stelle gesetzt hättet – statt eure reiche Spenderklasse und außenpolitische Interessen – müsstet ihr jetzt nicht überlegen, wie ihr die Amerikaner hinters Licht führt“, schrieb Greene am 17. Februar. Besonders scharf ging sie mit dem Umgang der Partei mit den Epstein-Dokumenten ins Gericht. Die Akten seien als „Schwindel“ abgetan und die Überlebenden von Missbrauch und Menschenhandel ignoriert worden. Würden alle Unterlagen veröffentlicht und „reiche, mächtige Freunde“ zur Rechenschaft gezogen, würden die Bürger der Partei eher Glauben schenken, so Greene.

Zugleich forderte sie ein Ende von „Mobbing, Schikanen und Beschimpfungen“ innerhalb der Partei. Dieses Verhalten sei „unreif“ und schrecke Wähler ab.

Vom Trump-Lager zur Kritikerin

Greene war zu Beginn ihrer Zeit im Kongress eine der bekanntesten und umstrittensten Stimmen der Republikaner. Mit provokanten Aussagen und der Nähe zu Verschwörungstheorien sorgte sie regelmäßig für Schlagzeilen. Doch 2025 begann sie sich zunehmend öffentlich von Trump und der Parteiführung zu distanzieren – ein Bruch, der sich gegen Jahresende weiter verschärfte.

Während des historischen Regierungsstillstands im Oktober 2025 kritisierte sie die Führung der Republikaner im Repräsentantenhaus und äußerte Bedenken wegen steigender Gesundheitskosten – ein Thema, das auch von den Demokraten als Argument gegen ein Haushaltsgesetz angeführt wurde. In den darauffolgenden Wochen attackierte sie zudem Trumps Außenpolitik, bemängelte dessen Auslandsreisen und Treffen mit internationalen Würdenträgern und forderte eine stärkere Konzentration auf innenpolitische Themen im Sinne des „America First“-Mottos.

Auch der Umgang der Regierung mit den Epstein-Akten empörte sie. Greene gehörte zu den wenigen Republikanern, die ihren Unmut offen äußerten. Trump wies ihre Kritik öffentlich zurück und bezeichnete sie zuletzt sogar als „Verräterin“.

„Ich bin nicht in einem Kult“

In ihrem jüngsten Beitrag wiederholte Greene ihre zentralen Vorwürfe und sprach der Partei eine „Vertuschung“ zugunsten von Pädophilen zu.

„Nennt mich, wie ihr wollt“, schrieb sie. „Ich bete keinen Mann an, ich bin nicht in einem Kult, und ich werde nicht für ein Team kämpfen, das sich weigert zu gewinnen.“

Greene hatte im November 2025 ihren Rücktritt aus dem Kongress angekündigt und ihr Mandat im Januar offiziell niedergelegt. Ihre jüngsten Äußerungen zeigen jedoch, dass sie weiterhin Einfluss auf die politische Debatte innerhalb der Republikanischen Partei nehmen will.

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