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Sicherheitskonferenz in München: Transatlantisches Gruppentherapie-Wochenende im „Jahr nach Vance“

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Es ist wieder soweit: Die internationale Politprominenz trifft sich zum alljährlichen Familienaufstellungstraining namens Münchner Sicherheitskonferenz. Nachdem JD Vance letztes Jahr mit seiner Rede den transatlantischen Haussegen komplett schief hing – Stichwort: Demokratie in Europa? „LOL“ – sind alle gespannt, ob sein Nachfolger, US-Außenminister Marco Rubio, ähnlich diplomatisch mit dem Presslufthammer durchs Hotel Bayerischer Hof marschieren wird.Rubio gab sich vor dem Abflug noch handzahm und flötete was von „enger Verbundenheit zu Europa“. Übersetzt aus dem Diplomatensprech: Wir mögen euch irgendwie schon noch – aber bitte nicht nerven, wir haben Wichtigeres zu tun.

Ob das reicht, um JD Vances legendären „Demokratie ist überbewertet“-Moment vom letzten Jahr zu überbieten, bleibt abzuwarten. CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen ist da skeptisch. Rubio werde „im Geiste Trumps“ reden, sagte er. Der orange Elefant im Raum wird also auch in diesem Jahr nicht fehlen.

Merz & Muskeln

Den Auftakt macht Deutschlands Kanzler Friedrich Merz mit einer Grundsatzrede. Er will Europas sicherheitspolitische Muskeln spielen lassen – vermutlich im Maßanzug von der transatlantischen Schneiderei „Mehr NATO, weniger Naivität“.

Die Teilnehmerliste klingt wie der WHO-is-WHO-Kongress der Weltpolitik: Ursula von der Leyen, Mark Rutte, Wang Yi – und als Bonus: Alexandria Ocasio-Cortez zum Schaulaufen gegen Trumpisten.

Protest? Natürlich!

Nicht eingeladen: Iran. Wieder eingeladen: AfD. Proteste? Klar. Verschwörungstheorien? Kommen bestimmt auch. Kurz: Die Sicherheitskonferenz bleibt, was sie immer war – ein geopolitisches Speed-Dating mit schlechtem Kaffee und politischer Spannung garantiert.

Fazit: Die Welt ist kompliziert, aber wenigstens sitzen jetzt wieder alle in München zusammen, um sich mit ernstem Blick gegenseitig zu sagen, wie sehr sie sich (nicht mehr) vertrauen.

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