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Aston Martin startet mit Vibrationsmassage in die Saison

PIRO4D (CC0), Pixabay
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Der Saisonstart der Formel 1 könnte für Aston Martin weniger nach Rennsport und mehr nach medizinischem Experiment aussehen. Beim Grand Prix von Australien sollen Fernando Alonso und Lance Stroll vorsichtshalber nur begrenzt Runden drehen – nicht wegen Benzinmangel, sondern weil das neue Auto offenbar versucht, den Fahrern die Nerven aus den Fingern zu schütteln.

Teamchef Adrian Newey erklärte in Melbourne, dass die neue Honda-Antriebseinheit so enthusiastisch vibriert, dass sich diese Begeisterung direkt auf das Lenkrad überträgt. Nebenbei lösen sich dabei auch ein paar Kleinigkeiten wie Spiegel und Rücklichter vom Auto – offenbar, weil sie das Zittern ebenfalls nicht mehr aushalten.

Das größere Problem sind allerdings die Fahrer. Laut Newey meint Alonso, er könne maximal 25 Runden fahren, bevor seine Hände dauerhaft beleidigt sind. Teamkollege Lance Stroll ist noch optimistischer – bei ihm sollen schon nach 15 Runden die Finger Alarm schlagen. Entsprechend plant Aston Martin, die Rennrunden streng zu rationieren. Schließlich möchte man die Piloten behalten und nicht als medizinische Fallstudie enden.

Alonso selbst bleibt gelassen. Honda werde das Problem schon lösen, glaubt der zweimalige Weltmeister – schließlich habe der Hersteller so etwas in der Vergangenheit auch schon hinbekommen. Außerdem relativierte der Spanier das Ganze pragmatisch: Wenn das Team um den Sieg kämpfen würde, könnten sie auch drei Stunden in diesem vibrierenden Fitnessgerät sitzen. Und überhaupt: Der Titel komme schon irgendwann. Man müsse nur geduldig sein.

Dabei hatte Aston Martin große Hoffnungen in Stardesigner Adrian Newey gesetzt, der Ende 2024 zum Team kam. Der Brite gilt als Formel-1-Genie und hat schon Weltmeisterautos für Williams, McLaren und Red Bull gebaut. Insgesamt holten seine Konstruktionen 25 WM-Titel. Jetzt steht er allerdings vor einer neuen Herausforderung: ein Auto zu bauen, das zwar schnell ist – aber nicht gleichzeitig als Presslufthammer durchgeht.

Schon bei den Tests in Bahrain hatte das vibrierende Wunderwerk die Batterie beschädigt, bis dem Team schließlich die Ersatzteile ausgingen. Für Melbourne habe man nun zumindest eine Lösung gefunden, die die Batterie etwas weniger durchschüttelt. Das Problem selbst bleibt jedoch bestehen: Die Antriebseinheit produziert die Vibrationen, das Chassis reicht sie fleißig weiter.

Mit anderen Worten: Der Motor sorgt für die Party, das Auto verteilt die Einladungen – und Alonso und Stroll müssen versuchen, dabei ihre Finger zu behalten.

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