In Hessisch Oldendorf sind am Sonntag zwei Gruppen gewaltsam aufeinander losgegangen. Mehrere Menschen erlitten Schuss- und Stichverletzungen, zwei weitere wurden von einem Auto erfasst. Später rückte die Polizei auch zu einem Krankenhaus in Hameln aus.
Ein heftiger Gewaltausbruch hat am Sonntagnachmittag in Hessisch Oldendorf in Niedersachsen einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Im Ortsteil Weibeck gerieten zwei Gruppen aneinander und gingen offenbar mit Schuss- und Stichwaffen aufeinander los.
Nach Angaben der Polizei wurden insgesamt sieben Menschen verletzt, einige von ihnen schwer.
Die Einsatzkräfte waren gegen 17.30 Uhr alarmiert worden. Als die ersten Beamten am Tatort eintrafen, fanden sie mehrere Verletzte vor.
Nach Angaben einer Polizeisprecherin wiesen einige von ihnen Schuss- und Stichverletzungen auf. Zwei weitere Personen sollen von einem Auto angefahren worden sein.
Die mutmaßlichen Täter waren beim Eintreffen der Polizei zunächst nicht mehr vor Ort.
Verletzte in mehrere Kliniken gebracht
Die Verletzten wurden zunächst am Tatort medizinisch versorgt und anschließend in verschiedene Krankenhäuser gebracht.
Ein Teil von ihnen kam in das Sana-Klinikum in Hameln.
Dort entwickelte sich später am Abend eine weitere Einsatzlage: Zahlreiche Angehörige der Verletzten kamen zur Klinik. Die Polizei war deshalb vorsorglich mit zusätzlichen Kräften vor Ort.
Nach Angaben der Polizei kam es dort allerdings zu keinen weiteren Straftaten.
Zwei Personen festgenommen
Der Polizeieinsatz in Hessisch Oldendorf dauerte bis in die Nacht hinein.
Der Tatort in Weibeck blieb abgesperrt, während Ermittler Spuren sicherten und versuchten, den genauen Ablauf der Auseinandersetzung zu rekonstruieren.
Im näheren Umfeld des Tatorts wurden nach Polizeiangaben zwei Personen festgenommen. Sie kamen zunächst in Gewahrsam.
Ob und welche Rolle sie bei der Auseinandersetzung gespielt haben, war zunächst noch Gegenstand der Ermittlungen.
Hintergründe bislang unklar
Warum die beiden Gruppen aufeinander losgingen, war zunächst nicht bekannt.
Nach Angaben der Polizei kannten sich die Beteiligten offenbar untereinander. Ob zwischen ihnen familiäre Beziehungen bestehen, war zunächst ebenso unklar wie die Frage, ob einzelne Beteiligte bereits polizeibekannt waren.
In der Nacht sollten sowohl die beiden Festgenommenen als auch Leichtverletzte und weitere Beteiligte vernommen werden.
Die Polizei Hameln wurde bei dem Großeinsatz von Kräften umliegender Dienststellen unterstützt.
Sowohl in Hessisch Oldendorf als auch in Hameln waren zahlreiche Polizeibeamte im Einsatz.
Weitere Details hielt die Polizei zunächst aus ermittlungstaktischen Gründen zurück.
Ermittler müssen nun klären, was die Gewalt ausgelöst hat
Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen nun mehrere Fragen:
Wer gab die Schüsse ab? Wer setzte Stichwaffen ein? Welche Rolle spielte das Fahrzeug, durch das zwei Menschen verletzt wurden? Und was war der Auslöser für die Eskalation?
Bis diese Fragen geklärt sind, bleibt der Vorfall eine der schwersten Gewalttaten des Wochenendes in der Region.
Fest steht bislang nur: Aus einer Auseinandersetzung zwischen zwei bekannten Gruppen entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit eine Situation mit Schüssen, Messerangriffen, mehreren Schwerverletzten und einem Großeinsatz der Polizei.
Kommentar hinterlassen