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Ronaldo zerschießt deutsche Träume mit dem linken Wadenmuskel der Fußballgeschichte

nvd9612 (CC0), Pixabay
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*CR7 lebt noch. Und wie. Der 40-jährige Dauerbrenner Cristiano Ronaldo hat am Mittwochabend in München eindrucksvoll bewiesen, dass er in Sachen Länderspieltore immer noch keine Gnade kennt – auch nicht mit Deutschland. Mit seinem 137. Tor für Portugal besiegelte der Kapitän höchstpersönlich das Aus der DFB-Elf im Nations-League-Halbfinale. Endstand: 2:1 für Portugal – und ein Hauch von „nicht schon wieder Ronaldo“. *

Dabei sah es kurz nach der Pause noch nach einem „Nagelsmännchen-Märchen“ aus. Florian Wirtz köpfte die Deutschen in Führung – nach einem feinen Kimmich-Chip, einem blockierten Portugiesen und einem Schiedsrichter, der sich dachte: „Wird schon passen.“

Doch dann kam Francisco Conceição, von Beruf: Einwechsel-Wirbelwind. Mit einem satten Schuss stellte er erst mal Gleichstand her – und dann betrat er endgültig die Bühne.

Cristiano „Immergrün“ Ronaldo

Fünf Minuten nach dem Ausgleich schlug die Fußballzeitmaschine zu: Nuno Mendes flankt wie aus dem Lehrbuch, und Ronaldo – offenbar noch im Powernap vom ersten Durchgang – wacht kurz auf, steht goldrichtig und schiebt zum 2:1 ein. Kein Hexenwerk, aber dafür eben Tor Nummer 137 in Spiel Nummer 220. Nur der Papst hat öfter in Weiß gejubelt.

Die Deutschen? Die bissen, rackerten, trafen den Außenpfosten (Adeyemi in Minute 82), schickten ter Stegen nach vorne und Jota fast ins Glück. Aber der portugiesische Keeper Diogo Costa hatte was dagegen und ließ sich einfach nicht überreden, den Ausgleich zuzulassen.

Kimmichs Jubiläum – leider ohne Happy End

Ausgerechnet in seinem 100. Länderspiel durfte Joshua Kimmich einen Assist beisteuern – aber eben keinen Finaleinzug feiern. Bitterer Trost: Immerhin war es ein Heimspiel und seine Haare saßen perfekt.

Fazit: Alt ist nur das Baujahr

Portugal zieht ins Finale ein und trifft dort auf Spanien oder Frankreich – während Deutschland den Ronaldo-Schock verdauen muss. Für CR7 war es übrigens der erste Sieg gegen Deutschland überhaupt – sechster Anlauf, endlich geglückt. Er hätte auch einfach aufgeben können. Aber das ist halt nicht so sein Stil.

Portugal träumt jetzt vom zweiten Nations-League-Titel nach 2019 – und der Rest Europas fragt sich: Kann man Ronaldo eigentlich verbieten, älter zu werden?

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