Rodos BioTarget GmbH-Investment mit dem Risiko des Totalverlustes für den Anleger

1.250.000 Euro will das Unternehmen bei Anlegern über Crowdinvesting einsammeln. Das ist nicht wenig in diesem Bereich, in dem es einmal nicht um Immobilien geht. Entwickeln will man neue Medizinpräparate; ob die dann irgendwann erfolgreich sein werden, ist eine zweite Frage. Erfolgreich sein müssen die aber, sonst kann man das Geld der Anleger ja nicht zurückbezahlen. Wir sehen hier für den Anleger ein großes Risiko für sein investiertes Geld.

In der Eigenbeschreibung des Unternehmens heißt es: „Rodos Biotarget hat sich in den vergangenen Jahren eine führende Position auf dem Gebiet des gezielten Wirkstofftransports erarbeitet, mit der Absicht dringende medizinische Bedarfe noch besser als bisher befriedigen zu können. Neben hohem ethischem Wert verspricht dies gleichzeitig eine attraktive Unternehmensentwicklung. Mit der Unterstützung der Crowd will Rodos Biotarget nun die klinische Umsetzung erfolgreich starten und gestalten – gemeinsam können so viele Herausforderungen der heutigen Medizin angegangen werden.“

Schaut man sich die letzte im Unternehmensregister hinterlegte Bilanz an, dann kann man sicherlich erkennen, dass das Unternehmen frisches Kapital gut gebrauchen kann, weil die Verluste irgendwann das Kapital des Unternehmens aufzufressen drohen.

Rodos BioTarget GmbH

Hannover

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Bilanz

Aktiva

31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Anlagevermögen 1.478.112,00 1.270.644,32
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.461.116,00 1.251.173,32
II. Sachanlagen 16.996,00 19.471,00
B. Umlaufvermögen 621.703,12 626.970,61
I. Vorräte 343.894,97 363.195,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 171.288,73 124.227,61
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 2.443,54 2.442,85
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 106.519,42 139.547,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.145,00 1.145,00
D. Aktive latente Steuern 574.650,00 574.650,00
Bilanzsumme, Summe Aktiva 2.675.610,12 2.473.409,93

Passiva

31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A. Eigenkapital 493.869,40 866.349,98
I. gezeichnetes Kapital 58.870,00 58.870,00
II. Kapitalrücklage 2.728.240,55 2.728.240,55
III. Bilanzverlust 2.293.241,15 1.920.760,57
davon Verlustvortrag 1.920.760,57 1.565.051,06
B. Rückstellungen 32.350,03 25.130,00
C. Verbindlichkeiten 1.727.916,84 1.224.796,05
davon mit Restlaufzeit bis 1 Jahr 582.293,66 157.690,15
D. Passive latente Steuern 421.473,85 357.133,90
Bilanzsumme, Summe Passiva 2.675.610,12 2.473.409,93

Anhang

Allgemeine Angaben

I. Erläuterungen und Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.   Allgemeines

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 Abs. 1 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine kleine Kapitalgesellschaft.

2.   Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen und zu den Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten aktiviert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zuganges voll abgeschrieben.

3.  Vorräte / unfertige Leistungen

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt.

4.   Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nominalwert. Pauschalwertberichtigungen sind nicht erfolgt.
Forderungen, die zum Stichtag der Bilanzerstellung noch offen waren, wurden auf ihre Werthaltigkeit geprüft. Im Einzelfall wurden diese, auf Grund der Wahrscheinlichkeit des Geldeinganges bis zum 31.12.2016, einzelwertberichtigt. Im Berichtsjahr erfolgte eine Einzelwertberichtigung.

5.   Guthaben bei Kreditinstituten

Die Bewertung der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte zum Nennwert.

6.   Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Vorauszahlungen, die in künftigen Zeiträumen Aufwand darstellen, zeitanteilig abgegrenzt. Die Bewertung erfolgte zum Nennwert.

7.   Rückstellungen

Die gebildeten Rückstellungen berücksichtigen in angemessener Höhe alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten. Rückstellungen werden nur insoweit aufgelöst, soweit der Grund für die Rückstellung entfallen ist.

8.   Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

9.   Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übernommen werden.

Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.

Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Euro-Referenz-Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

II. Erläuterungen zur Bilanz

1. Aktive latente Steuern

Von der Möglichkeit, einen Aktiv-Posten für latente Steuererträge zu bilden, wurde Gebrauch gemacht.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz.

2. Passive latente Steuern

Auf Grund der handelsrechtlichen Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände sind in der Handelsbilanz passive latente Steuern auszuweisen.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem unternehmensindividuellen Steuersatz.

3. Angabe zu Verbindlichkeiten

Die Gesellschaft hat keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren.

III. Sonstige Pflichtangaben

1. Geschäftsführung

Alleinige geschäftsführende Gesellschafter waren im Berichtsjahr:
Herr Dr. Robert Gieseler-von der Crone; Wissenschaftlicher Leiter; Werdohl
Herr Dr. Marcus Furch; Finanzen, Administration und Marketing; Frankfurt am Main

Von den Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird nach § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

Angabe der Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

1.1.2015 – 31.12.2015

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 1.658.782,25 EUR.

1.1.2014 – 31.12.2014

Der Betrag der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beträgt 1.070.566,31 EUR.

sonstige Berichtsbestandteile

Hannover, 11.08.2016, Dr. Furch, Geschäftsführer; Dr. Gieseler-von-der-Crone, Geschäftsführer
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 15.09.2016 festgestellt.

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