Rene Benko ist insolvent – und selbst in der Pleite setzt der Signa-Gründer noch Maßstäbe: 2,7 Milliarden Euro haben Gläubiger laut Creditreform angemeldet. So viel zu „unternehmerischem Erfolg“. Anerkannt sind bisher 47 Millionen. Und Benko selbst? Der gibt 300.000 Euro an Eigenmitteln an. Taschengeld gegen Titanik-Loch.
Während in den Büchern der Gläubiger ganze Landschaften brennen, stolpert eine bunte Prozession an Forderungen durch die Akten:
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Höchste Anmeldungen: aus Abu Dhabi
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Finanzamt: 8 Mio. €
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Gesundheitskassa: 31.000 €
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Regionaler Tourismusverband: ca. 1.000 €
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Telefon/Internet: 1.300 €
Vom Golfstaat bis zum lokalen Tourismusbüro – alle stehen an, weil ein gefeierter „Top-Unternehmer“ einen Systemkollaps im Privatformat hinlegt. Das Ö1-Abendjournal berichtet, und der Gläubigerschützer Gerhard Weinhofer bringt’s auf den Punkt: Ein Insolvenzfall, in dem eine Einzelperson mit Forderungen dieser Größenordnung konfrontiert ist, hat Österreich so noch nicht gesehen.
Man kann es drehen und wenden: Hier prallt Großmannssucht auf Realität. Milliarden in der Auslage, Kleckerbeträge im Portemonnaie – und eine Spur aus offenen Rechnungen, die vom Luxus-Office bis zur Telefonleitung reicht. Wer jahrelang mit der Aura des Unantastbaren durch die Branche flaniert, landet am Ende trotzdem im nackten Zahlensalat: 2,7 Milliarden gefordert, 47 Millionen anerkannt, 300.000 übrig.
Der Rest? Bleibt bei denen hängen, die nicht in Privatjets unterwegs sind.
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