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RB Leipzig Fan oder so

jorono (CC0), Pixabay
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Ganz ehrlich: Was war das bitte für ein Auftritt in Leverkusen? Da fährst du mit fünf Siegen im Rücken an, hast den ersten Matchball für die Champions League – und dann spielst du so, als hättest du den Bus irgendwo auf der A3 stehen lassen.

Von der ersten Minute an war doch klar, wer hier wirklich will. Leverkusen ist marschiert, hat gebissen, hat gespielt, als ginge es um alles. Und wir? Wir standen daneben wie Statisten in einem schlechten Fußballfilm. Kein Zugriff, kein Tempo, keine Idee. Das war keine Topspiel-Leistung, das war Trainingsspiel mit angezogener Handbremse.

Und dann natürlich: ausgerechnet Schick. Drei Buden. Drei! Klar, Ex-Spieler treffen immer – aber dass wir ihn komplett aus den Augen verlieren, ihn quasi zum Ehrengast im Strafraum machen, das ist schon fast eine Einladung gewesen. „Hier, Patrik, such dir aus, wie du uns heute auseinander nimmst.“

Was mich am meisten nervt: Diese komplette Passivität. Da geht es um die Königsklasse, um Prestige, um Millionen – und wir schaffen es nicht, auch nur ansatzweise Druck aufzubauen. Rômulo vergibt das Ding zum 1:0, okay, passiert. Aber danach? Nichts. Einfach nichts. Kein Aufbäumen, kein „Jetzt erst recht“, sondern Schulterzucken in Rot-Weiß.

Ja, zweite Halbzeit war minimal besser. Minimal. Aber wenn der Gegner schon drei Gänge rausnimmt und dich trotzdem weiter auseinander spielt, dann ist das kein Fortschritt, sondern Schadensbegrenzung. Das 1:3? Nett fürs Protokoll. Mehr aber auch nicht.

Am Ende steht ein 1:4, das absolut verdient ist – und das ist das eigentlich Bittere. Kein Pech, keine unglücklichen Schiri-Entscheidungen, nichts. Einfach klar unterlegen. Punkt.

Und jetzt? Jetzt dürfen wir wieder zittern, obwohl wir es heute hätten klar machen können. Statt entspannt Richtung Saisonende zu schauen, machen wir uns das Leben selbst schwer. Typisch.

Nächste Woche gegen St. Pauli will ich eins sehen: Reaktion. Und zwar eine richtige. Nicht dieses Alibi-Gekicke. Sonst wird aus „Champions League in der eigenen Hand“ ganz schnell ein richtig unangenehmes Saisonfinale.

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