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Rassistischer Livestreamer nach Schüssen vor Gericht angeklagt – Richter setzt Millionen-Kaution fest

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Ein US-Livestreamer, der online immer wieder mit rassistischen Videos und Hetzparolen auffiel, muss sich nach einer Schießerei vor einem Gerichtsgebäude nun wegen versuchten Mordes verantworten.

Der 28-Jährige soll vor dem Gerichtsgebäude in Clarksville im US-Bundesstaat Tennessee auf einen Mann geschossen haben. Laut Ermittlern war es zuvor zu einem Streit gekommen. Augenzeugen und Überwachungsvideos zufolge eskalierte die Situation innerhalb weniger Sekunden.

Die Behörden werfen dem Streamer vor, mehrfach auf den Mann geschossen zu haben. Das Opfer wurde schwer verletzt und musste notoperiert werden.

Besonders brisant:
Der Beschuldigte ist im Internet unter dem Namen „Chud the Builder“ bekannt und verbreitete seit Jahren rassistische Inhalte. In seinen Videos beleidigte er Schwarze regelmäßig mit affenbezogenen Beschimpfungen und provozierte gezielt Menschen auf offener Straße.

Nach der Tat streamte er sogar noch Gespräche mit Rettungskräften und behauptete, er habe „in Notwehr“ gehandelt.

Das Gericht setzte die Kaution nun auf 1,25 Millionen Dollar fest. Der Richter verwies dabei auf die Schwere der Vorwürfe und die vielen Menschen, die sich zum Zeitpunkt der Schüsse vor dem Gerichtsgebäude befanden.

Dem Mann drohen im Falle einer Verurteilung jahrzehntelange Haftstrafen.

Zusätzlich wurde bekannt, dass der Streamer erst wenige Tage zuvor in Nashville festgenommen worden war. Dort soll er in einem Restaurant randaliert, rassistische Parolen geschrien und anschließend die Rechnung nicht bezahlt haben.

Sein Anwalt erklärte nach der Anhörung, Rassismus sei „eine schreckliche Denkweise“, betonte aber zugleich, jeder Angeklagte habe Anspruch auf Verteidigung – unabhängig von Ideologie oder Vorwürfen.

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