Paris Saint-Germain hat beim Club-WM-Halbfinale gegen Real Madrid keine halben Sachen gemacht – sondern gleich das ganze Buffet leergeräumt. Mit einem 4:0, das mehr nach Lehrvideo als nach Spitzenspiel aussah, schossen sich die Pariser direkt ins Finale und Real aus dem Konzept – und vielleicht auch in die Gruppentherapie.
Die ersten 24 Minuten? Ein Pariser Feuerwerk.
Fabian Ruiz traf in Minute 6 und 24 – offenbar hatte er beim Frühstück doppelt Espresso. Dazwischen schnappte sich Ousmane Dembele in Minute 9 den Ball, die Verteidigung und vermutlich auch noch die Telefonnummer von Rüdiger – so locker ging das. Goncalo Ramos setzte in der 88. noch einen drauf. Real? Stand daneben und wirkte überfordert wie ein Tourist in der Pariser Metro.
Kylian Mbappé zurück gegen seinen Ex – mit Tarnkappe.
Erstmals in der Startelf bei Real, aber leider auf dem Platz kaum zu erkennen. Vielleicht dachte er, „Ex“ bedeutet auch im Spiel: Abstand halten.
Anreisechaos und Verteidigungsdesaster
Das Spiel begann mit zehn Minuten Verspätung – vermutlich wegen kollektivem Versteckspiel der Real-Defensive. Antonio Rüdiger und Raul Asencio lieferten Highlights für die ganz falsche Seite: Zwei Totalausfälle in der Innenverteidigung, die PSG eiskalt nutzte. Real-Keeper Courtois war der Einzige, der zwischendurch versuchte, das Ganze noch wie Fußball aussehen zu lassen.
Trainer Enrique schwitzte – vor Glück und wegen 32 Grad.
„Es war heiß. Im Stadion und auf dem Rasen“, so der Coach. „Wir haben Geschichte geschrieben – und das Wetter war der größte Gegner.“ Real hingegen schrieb Abschiedsgeschichte: Luka Modric wurde eingewechselt, spielte solide – und bekam am Ende von Neo-Trainer Xabi Alonso einen Abschiedskuss. Zumindest da traf Real nochmal ins Herz.
Finalgegner? Chelsea.
PSG hat die Chance auf den fünften Titel der Saison. Real hingegen hat nun Zeit, ihre Abwehr neu zu sortieren – oder zu verkaufen. Vielleicht gibt’s bei PSG noch Ersatzteile.
Kommentar hinterlassen