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„Projekt Freiheit“: Trump scheitert offenbar schon an der Wegbeschreibung

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Die groß angekündigte US-Marineoperation zur Wiederöffnung der Straße von Hormus ist laut einem Bericht von NBC News vorerst gestoppt worden – offenbar nicht wegen des Iran, sondern wegen Saudi-Arabiens mangelnder Begeisterung für Donald Trumps Alleingänge.

Wie der Sender unter Berufung auf US-Regierungsvertreter berichtet, verweigerte Saudi-Arabien den USA die Nutzung eines wichtigen Militärstützpunkts sowie Überflugrechte für die geplante Operation mit dem martialischen Namen „Project Freedom“. Offenbar hatte Washington vergessen, den wichtigsten regionalen Partner vorher einzuweihen.

Die saudische Führung soll von Trumps Ankündigung überrascht und verärgert gewesen sein. Während der US-Präsident öffentlich bereits militärische Entschlossenheit demonstrierte, reagierte Riad demnach eher mit einem diplomatischen „Nicht bei uns“.

Selbst ein Telefonat zwischen Trump und Kronprinz Mohammed bin Salman konnte die Lage offenbar nicht retten. Das Verhältnis zwischen beiden galt lange als eng – zumindest solange Waffenverkäufe und Fototermine im Vordergrund standen. Nun zeigt sich, dass selbst persönliche Drähte nicht immer ausreichen, wenn plötzlich reale Militärlogistik organisiert werden muss.

Trump selbst begründete die Aussetzung des Einsatzes offiziell mit „Fortschritten“ bei den Friedensgesprächen mit dem Iran – ein Begriff, der in Washington traditionell flexibel verwendet wird, wenn militärische oder politische Pläne unerwartet scheitern.

Die Episode wirft erneut Fragen zur außenpolitischen Abstimmung der USA auf. Denn selbst engste Verbündete scheinen zunehmend wenig Interesse daran zu haben, kurzfristig in riskante Konflikte hineingezogen zu werden – insbesondere dann, wenn Entscheidungen offenbar zuerst über soziale Medien oder Pressekonferenzen bekannt werden.

Damit bleibt von „Project Freedom“ vorerst vor allem der Name übrig. Die Straße von Hormus bleibt angespannt, die diplomatischen Beziehungen ebenso – und Washington muss feststellen, dass geopolitische Muskelspiele schwieriger werden, wenn selbst Partnerstaaten plötzlich auf die Bremse treten.

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