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Phishing deluxe: Verkäufer füttern Betrüger mit Kontozugang – PayPal-Lookalike inklusive

Neattrends (CC0), Pixabay
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Wer in Leipzig dieser Tage ein altes Fahrrad, eine Designerhandtasche oder die ungeliebte Saftpresse der Schwiegermutter über Kleinanzeigen loswerden will, braucht nicht nur Geduld – sondern auch einen gesunden Paranoia-Level. Denn: Die nächste „PayPal“-Mail ist vielleicht keine Zahlungsbestätigung, sondern eine Eintrittskarte ins eigene Onlinebanking. Für Betrüger.

Mindestens sechs Leipziger sind in den letzten drei Wochen auf eine raffinierte Masche hereingefallen. Der Trick: Artikel einstellen, Käufer meldet sich blitzschnell, will ohne Murren zahlen – was in Internetforen allein schon verdächtig ist! Dann flattert auch schon die „Zahlungsbestätigung“ rein – angeblich von PayPal, in Wirklichkeit aus der Photoshop-Hölle. Und wer brav seine Zugangsdaten eingibt, öffnet den Betrügern das Tor zur persönlichen Kontoschatzkammer.

Vinted und kleinanzeigen.de als digitale Jagdreviere

Besonders beliebt bei den digitalen Langfingern: Plattformen wie Vinted oder kleinanzeigen.de. Schließlich tummeln sich hier genug Leute mit Verkaufsdrang – und oft ohne Ahnung, wie eine echte PayPal-Mail aussieht. Das Ergebnis: Über 7.000 Euro Schaden in nur drei Wochen. Und das dürfte nur die Spitze des Eisbergs sein, meint die Polizei – viele Anzeigen bleiben nämlich aus Scham oder Ratlosigkeit aus.

Polizei: „Wir gehen von hoher Dunkelziffer aus“ – na dann, Prost.

Ob es sich um eine gut organisierte Bande oder um eine lose Sammlung skrupelloser Internet-Trolle handelt, steht noch in den Sternen. Klar ist: Im Darknet gibt’s alles – auch täuschend echte Fake-Websites zum Mieten, inklusive Support und Rückgaberecht für besonders dumme Opfer.

Fazit: Gehirn einschalten, Mails hinterfragen, Links ignorieren

Die Polizei appelliert: Nicht auf dubiose Mails klicken, keine Zugangsdaten rausgeben, nur sichere Zahlungswege nutzen. Wer sich trotzdem verführen lässt, bekommt vielleicht bald Post – vom Dispokredit.


Motto der Woche für Online-Verkäufer:
Wenn der Käufer zu nett ist, will er vielleicht nicht deine Bohrmaschine – sondern dein Bankkonto.

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