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Paris sagt „Au revoir“ zu Autos – zumindest auf dem Papier

Alexandra_Koch (CC0), Pixabay
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aris, die Stadt der Liebe – und bald auch die Stadt der Fußgänger. Bei einer bahnbrechenden Wahlbeteiligung von ganzen vier Prozent haben sich die Pariser Bürgerinnen und Bürger mehrheitlich für ein Verbot von Autos in 500 weiteren Straßen ausgesprochen. Damit würde Paris in den kommenden Jahren 10.000 Parkplätze loswerden – zur großen Freude aller, die sich schon immer gewünscht haben, dass ihre abendliche Parkplatzsuche einfach gar nicht mehr endet.

Während Autofahrer sich auf neue kreative Umwege freuen dürfen, bleibt unklar, welche Straßen genau zur autofreien Oase werden. Sicher ist nur: In jedem der 20 Arrondissements sollen rund 25 Straßen betroffen sein. Wer also dachte, dass es in Paris schon genug Einbahnstraßen und Sackgassen gibt – überraschung!

Verkehrswende à la Paris – Schritt für Schritt zur autofreien Metropole

Unter Bürgermeisterin Anne Hidalgo, die offenbar einen lebenslangen Feldzug gegen Motorengeräusche führt, hat Paris bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt:
Tempo 30 fast überall, damit selbst Schnecken endlich gleichwertige Verkehrsteilnehmer sind.
Autofreie Zonen um Schulen, weil Eltern schließlich nichts Besseres zu tun haben, als ihre Kinder zu Fuß zu bringen.
Verbannung von E-Scootern, weil Chaos auf zwei Rädern eben auch Chaos ist.
Höhere Parkgebühren für SUVs, damit Wohlhabende endlich lernen, dass ein dicker Geländewagen in engen Pariser Gassen vielleicht doch nicht die beste Idee war.

Obwohl schon jetzt 220 Straßen autofrei sind, scheint Hidalgo erst warmzulaufen. Ihre neueste Vision: Paris als begehbare Idylle, in der Autos nur noch auf nostalgischen Schwarz-Weiß-Fotos existieren.

Kritik von der Opposition – Händler, Rettungsdienste und Autofahrer winken ab

Natürlich sind nicht alle begeistert. Die konservative Opposition wirft der Stadtregierung Propaganda, hohe Kosten und fragwürdige Kommunikation vor. Sie warnt, dass Händler und sogar Rettungsdienste durch die neuen Verbote ausgebremst werden könnten – aber wer braucht schon schnelle Notärzte, wenn man doch in einem perfekt begrünten Stadtviertel seine innere Ruhe finden kann?

Sollte die Opposition 2026 in die Stadtregierung einziehen, könnte das große Verkehrs-„Experiment“ übrigens wieder auf der Kippe stehen. Dann bleibt die Frage: Wird Paris zur autofreien Vorzeigestadt oder nur zur Hauptstadt der Staus und genervten Taxifahrer?

Eines ist jedenfalls sicher: Die Pariser Verkehrspolitik bleibt spannender als jede Netflix-Serie.

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