Im Übernahmepoker um den Medienkonzern Warner Bros. Discovery mischt Paramount erneut mit – und legt ein verbessertes Angebot vor. Der Verwaltungsrat von Warner will nun prüfen, ob die Offerte des Rivalen attraktiver ist als der bereits akzeptierte Vorschlag von Netflix. Das wurde am Dienstag bekannt.
Nach Angaben des Unternehmens hält der Verwaltungsrat es für möglich, dass Paramount den vorteilhafteren Deal bietet. Sollte man zu diesem Schluss kommen, hätte Netflix laut bestehender Vereinbarung vier Tage Zeit, ein Gegenangebot vorzulegen.
Höheres Barangebot
Paramount hat sein Gebot für den gesamten Konzern von zuvor 30 auf nun 31 US-Dollar pro Aktie in bar angehoben. Netflix hingegen plant lediglich die Übernahme des Filmstudios und des Streaminggeschäfts. Die klassischen TV-Sender von Warner – darunter auch CNN – würden in diesem Szenario in ein eigenständiges Unternehmen ausgegliedert.
Zusätzlich lockt Paramount mit einer ungewöhnlich hohen Absicherung: Sollte die Übernahme an kartellrechtlichen Hürden scheitern, würde der Konzern sieben Milliarden US-Dollar an Warner zahlen. Darüber hinaus hat Paramount bereits zugesagt, jene 2,8 Milliarden US-Dollar zu übernehmen, die Warner im Falle eines Rückzugs aus der bestehenden Vereinbarung an Netflix entrichten müsste.
Damit ist der Bieterwettstreit um eines der traditionsreichsten Hollywood-Studios wieder völlig offen.
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