Im Rahmen einer internationalen Polizeiaktion ist ein großer Online-Marktplatz für gestohlene Daten geschlossen worden. Wie Europol am Donnerstag in Den Haag mitteilte, wurde die Plattform „Leakbase“ von der Polizei in Amsterdam abgeschaltet. Weltweit waren dort rund 142.000 Nutzer registriert.
Nach Angaben von Europol gab es etwa 100 Maßnahmen, die sich vor allem gegen 37 Hauptnutzer der Plattform richteten. Leakbase galt als wichtige Drehscheibe innerhalb der Cyberkriminalität. Über die Website wurden gezielt gestohlene Datensätze gehandelt. Die Plattform war frei im Internet erreichbar.
Die Amsterdamer Polizei bezeichnete solche Angebote als zentralen Antrieb für Cyberkriminalität. Cybercrime-Experten warnen, dass einmal entwendete Daten häufig mehrfach weiterverkauft und anschließend für verschiedene Betrugsformen genutzt werden.
Wie viele Menschen von dem Datenhandel betroffen sind, ist bislang unklar. Auf der ehemaligen Website der Plattform erscheint inzwischen eine Nachricht der Ermittler: „Der Handel mit gestohlenen Daten ist strafbar. Jeder hinterlässt online Spuren.“
Nach Angaben des Cybercrime-Teams der Amsterdamer Polizei begannen die Ermittlungen bereits im Jahr 2023 in den Niederlanden. Schnell weitete sich die Untersuchung international aus. Die niederländischen Behörden arbeiteten dabei eng mit dem amerikanischen FBI zusammen, während Europol die Operation koordinierte.
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