Am Silvestertag kam es auf der gesperrten Hahnenkammabfahrt in Kitzbühel zu einem gefährlichen Zwischenfall: Drei 16-jährige Skifahrer befuhren ein Schneedepot nahe der Streif und lösten dadurch eine Lawine aus. Zwei der Jugendlichen wurden verschüttet, einer davon schwer verletzt.
Gegen 13:30 Uhr fuhren die Burschen im Bereich einer Schneekanone auf einer Anhäufung von Kunstschnee – mit fatalen Folgen. Die Schneemassen gerieten ins Rutschen und rissen zwei der Skifahrer rund 140 Meter weit in ein Waldstück. Einer prallte dabei gegen einen Baum und erlitt schwere Verletzungen. Sein Freund wurde teilweise verschüttet, konnte aber durch den dritten Jugendlichen teilweise freigelegt werden. Die alarmierten Rettungskräfte bargen beide und brachten sie per Hubschrauber ins Krankenhaus.
Wie die Bergbahn Kitzbühel mitteilte, war der Bereich der Hausbergkante wegen Vorbereitungen für das Weltcup-Rennen Ende Jänner offiziell gesperrt. Dass sich das Schneedepot in Bewegung setzen konnte, überraschte selbst die Einsatzkräfte – eine natürliche Lawine galt bei der aktuellen Schneelage als nahezu ausgeschlossen.
Bergbahn warnt eindringlich vor Missachtung von Sperren: Die Streckensperre sei „aus gutem Grund“ verhängt worden, betonte Vorstand Christian Wörister. „Wir appellieren an alle Wintersportler, sich an die Sperren zu halten und besonders vorsichtig zu sein.“
Im Einsatz standen drei Hubschrauber, Bergrettung, Alpinpolizei, Feuerwehr und ein Lawinenhund.
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