Am Ende steht ein 3:1 auf der Anzeigetafel. Ein Ergebnis, das in ein paar Tagen vielleicht nach einem souveränen Auftaktsieg aussehen wird. Wer das Spiel gesehen hat, weiß allerdings: So einfach war die Angelegenheit für Österreich ganz und gar nicht.
Die ÖFB-Elf begann wie der klare Favorit und ging durch einen Traumschuss von Romano Schmid verdient in Führung. Doch während Österreich den Ball hatte, hatte Jordanien die gefährlicheren Ideen. Immer wieder sorgten die mutigen Jordanier mit schnellen Gegenangriffen für Unruhe. Bereits vor der Pause musste Österreich mehrfach tief durchatmen.
Nach dem Seitenwechsel folgte die kalte Dusche. Ali Olwan erzielte mit einem herrlichen Sololauf das erste jordanische WM-Tor überhaupt und brachte den Außenseiter völlig verdient zurück ins Spiel. In dieser Phase wirkte Österreich überraschend nervös. Jordanien spielte unbekümmert auf, während die Rangnick-Elf zeitweise nicht wusste, wie ihr geschieht.
Dann begann die große Arnautović-Show.
Der Rekordtorschütze kam zur Pause ins Spiel und brachte sofort mehr Leben in den österreichischen Angriff. Zwar wurde ihm zunächst ein Treffer nach VAR-Eingriff wieder aberkannt, doch Österreich blieb dran. Als Jordanien sich langsam zurückzog, erhöhte die ÖFB-Elf den Druck.
Die Entscheidung fiel schließlich auf kuriose Weise. Nach einer Sabitzer-Ecke wollte Jordaniens Yazan Al Arab klären, traf aber unfreiwillig ins eigene Tor. Plötzlich führte Österreich wieder, obwohl Jordanien bis dahin einen großartigen Kampf geliefert hatte.
Doch selbst danach gaben sich die WM-Debütanten nicht geschlagen. Die letzten Minuten wurden zu einem Nervenspiel. Jordanien warf alles nach vorne, Österreich verteidigte leidenschaftlich und hoffte auf die Erlösung.
Die kam tief in der Nachspielzeit. Nach VAR-Überprüfung zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Marko Arnautović trat an, blieb eiskalt und verwandelte zum 3:1-Endstand. Der Deckel war drauf.
Das Ergebnis klingt am Ende deutlicher, als es das Spiel tatsächlich war. Österreich nimmt wichtige drei Punkte mit und zeigte in schwierigen Momenten Charakter. Jordanien hingegen hat trotz der Niederlage bewiesen, dass diese Mannschaft bei dieser Weltmeisterschaft noch für einige Überraschungen sorgen kann.
Oder wie man es in Wien sagen würde:
„Auf dem Papier war’s ein 3:1. In Wirklichkeit war’s a echter Krimi mit Happy End.“
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