Als Fortuna-Fan fragt man sich manchmal wirklich, ob im Verein inzwischen auch Transfers nach dem Motto laufen:
„Er will zwar nicht zu uns – aber unterschrieben hat er trotzdem.“
Da wird Steven van der Sloot offiziell als Neuzugang präsentiert.
Nur blöd, dass der Spieler am liebsten gar nicht erst bleiben möchte.
Herzlich willkommen in Düsseldorf.
Auf Wiedersehen hoffentlich möglichst bald.
Das muss man auch erst einmal schaffen.
Normalerweise gibt es bei einer Neuverpflichtung große Worte.
„Ich freue mich riesig.“
„Fortuna ist ein Traditionsverein.“
„Ich kann es kaum erwarten.“
Hier?
Nichts.
Nicht einmal ein Standard-Zitat.
Offenbar wollte niemand den Spieler dazu zwingen, „Ich freue mich auf Düsseldorf“ zu sagen, wenn er innerlich wahrscheinlich schon die Makler-App geöffnet hatte.
Auch Sportchef Samir Arabi wirkte ungefähr so begeistert wie jemand, der gerade erfahren hat, dass sein Neuwagen mit Sommerreifen im Dezember geliefert wird.
Sinngemäß:
„Ja… der ist halt da.“
Das ist vermutlich die höflichste Version von:
„Den hat der Vorgänger bestellt, wir können auch nichts dafür.“
Besonders originell ist die Ausstiegsklausel.
500.000 Euro.
Fortuna hofft also nun sehnsüchtig darauf, dass irgendein anderer Verein sagt:
„Den nehmen wir.“
Es erinnert ein wenig an Kleinanzeigen:
„Kaum benutzt. Muss dringend weg. Selbstabholer bevorzugt.“
Sportlich scheint der Mann durchaus Qualität zu besitzen.
Aber was bringt der beste Rechtsverteidiger, wenn sein größter Sprint vermutlich Richtung Vereinsausgang geht?
Mein Fazit als Fortuna-Fan:
Man baut eine Mannschaft normalerweise aus Spielern auf, die für das Trikot brennen.
Nicht aus Profis, die beim Medizincheck wahrscheinlich schon gefragt haben, wo man den Auflösungsvertrag unterschreibt.
Vielleicht klappt der Transfer ja doch noch.
Nicht auf den Platz.
Sondern möglichst schnell zu einem anderen Verein.
Denn eins ist klar:
Ein Spieler, der vor seiner ersten Trainingseinheit lieber wieder weg wäre, dürfte kaum der emotionale Grundstein für den Wiederaufstieg sein.
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