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Norwegischer Staatsfonds zu Microsoft: „Satya, du kriegst nicht alles, was du willst“

jorono (CC0), Pixabay
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Auf der kommenden Hauptversammlung von Microsoft wird es spannend – denn plötzlich redet jemand mit, der sonst still in Geld badet: der norwegische Staatsfonds. Der zwei Billionen Dollar schwere Großinvestor hat angekündigt, dem Microsoft-CEO Satya Nadella mal ordentlich die Hightech-Ohren langzuziehen.

Grund: zu wenig Menschenrechte, zu viel Chefposten, zu viel Gehalt. In anderen Worten: „Satya, dein Bonus ist zu fett, dein Gewissen zu dünn, und dein Verwaltungsratssessel? Vielleicht mal jemand anders.“

Doppelsessel für Nadella? Norwegen sagt: Nope.

Der norwegische Fonds stört sich daran, dass Satya Nadella gleichzeitig als CEO und Verwaltungsratsvorsitzender regiert – also Chef und Kontrolleur in Personalunion. „Das ist, als würde der Fahrer den Blitzer bedienen.“ Norwegen findet: ein bisschen Corporate Governance tut auch einem Softwaregiganten gut.

Dazu kommt: Der norwegische Fonds findet das Vergütungspaket für Nadella zu großzügig. Satya hat letztes Jahr über 48 Millionen Dollar verdient. Oder wie man in Oslo sagt: „Ziemlich viel für jemanden, der bei Menschenrechten auf ‚später‘ klickt.“

Menschenrechte – jetzt auch als Feature-Anfrage

Besonders pikant: Der Fonds will einen Aktionärsantrag unterstützen, der Microsoft dazu bringen soll, einen Bericht über die Risiken von Geschäften in menschenrechtlich fragwürdigen Ländern vorzulegen. Das Management von Microsoft? Hat schon gesagt, man solle bitte dagegen stimmen. Offenbar will man sich die Funktion „Gewissensprüfung“ lieber als kostenpflichtiges Update für nächstes Jahr aufsparen.

Microsoft: Clippy wäre entsetzt

Man fragt sich, was Clippy, die einstige Büroklammer mit Helfer-Komplex, dazu sagen würde. Wahrscheinlich: „Es sieht so aus, als ob du Menschenrechte ignorierst. Möchtest du Hilfe beim Formulieren einer glaubwürdigen Ausrede?“

Norwegen: reich, ruhig, und jetzt rebellisch

Der norwegische Staatsfonds hält 1,35 % an Microsoft – im Wert von schlappen 50 Milliarden Dollar. Nur Nvidia liegt noch höher im Portfolio. Dabei ist Norwegen normalerweise eher bekannt für Öl, Elche und höfliches Kopfschütteln – aber jetzt wird der nördliche Riese moralisch aktiv.

Fazit:
Microsoft hat am 5. Dezember einen unangenehmen Kalendereintrag. Der norwegische Staatsfonds bringt seine Milliarden mit – und ein kleines bisschen Ethik. Und Satya Nadella muss sich fragen, ob Macht, Geld und Moral wirklich alle in einen Posten passen – oder ob es doch einen Bug im System gibt.

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