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Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die deutsche Firma Biontech zu mehr Engagement aufgerufen, um die Impfstoffproduktion weltweit anzukurbeln. „Ich bitte Firmen wie Biontech, Pfizer und Moderna dringend, ihr Wissen zu teilen, damit wir die Entwicklung neuer Produktionsstätten beschleunigen können“, sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus heute in Genf. Es würden zwar neue Standorte für die Herstellung von Coronavirus-Impfstoffen entwickelt, aber der Prozess komme schneller voran, wenn die Firmen ihre Technologie offen teilen würden.

Ärmere Länder hätten immer noch nicht genügend Impfstoff, um wenigstens zehn Prozent ihrer Bevölkerung bis Ende September zu impfen, während reiche Länder schon deutlich weiter seien, sagte Tedros. Die Regierungen dieser Länder würden zwar inzwischen Impfdosen spenden, es handle sich dabei aber immer noch nur um einen Tropfen auf den heißen Stein.

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In Deutschland unterstützen Bund und Länder eine Empfehlung der Ständingen Impfkommission (STIKO), nach einer Erstimpfung mit dem Vakzin von AstraZeneca die Zweitimpfung mit Biontech oder Moderna zu vollziehen.

Es sei ausreichend Impfstoff vorhanden, um diese Empfehlung umzusetzen, sagte der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn heute in Berlin.

Angesichts der schnellen Ausbreitung der Delta-Variante in Deutschland passte die STIKO tags zuvor ihre Impfempfehlung an. So sollen Menschen, die eine erste Dosis AstraZeneca erhalten haben, künftig unabhängig vom Alter als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff wie den von Biontech oder Moderna erhalten, so das Gremium in einer Mitteilung mit Verweis auf einen Beschlussentwurf.

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Die Behörden in Myanmar haben angesichts steigender CoV-Infektionszahlen Ausgangssperren für mehr als zwei Millionen Menschen angeordnet. Wie lange die Beschränkungen anhalten sollen, gaben die Gesundheitsbehörden heute nicht bekannt. Betroffen sind die zweitgrößte Stadt Mandalay sowie Armenviertel in der südlichen Region Bago.

Die betroffenen zwei Millionen Menschen dürfen nur noch allein das Haus verlassen. Mit mehreren Personen ist es nur erlaubt, wenn eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Regierung sind von der Regelung ausgenommen.

Vor diesen neuen Ausgangssperren in Mandalay und Bago waren bereits einige Orte an der indischen Grenze abgeriegelt wurden. In Indien hat die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus ihren Ursprung, sie ist seit geraumer Zeit auch in Myanmar aktiv. Gestern registrierten die Behörden mehr als 1.500 neue Ansteckungen an einem Tag. Anfang Juni waren es noch 100.

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