Neuer Prozess

In der Oppenheim-Esch-Saga wird es einen zweiten Strafprozess geben. Verteidigen müssen sich dort der Immobilienunternehmer Josef Esch und der Ex-Chef der Sparkasse Köln-Bonn, Gustav Adolf Schröder. Demnächst dürfte Josef Esch noch öfter auf der Anklagebank Platz nehmen müssen. Die 18. Große Strafkammer des Landgerichts Köln hat ein neues Hauptverfahren gegen den ehemaligen Fondsexperten eröffnet. Während es im laufenden Verfahren um den – auch für Juristen etwas schwammigen – Begriff der Untreue geht, klingt der neue Vorwurf schwerwiegender: Bestechung. Esch war in den 90er-Jahren Initiator zahlreicher geschlossener Immobilienfonds, die er gemeinsam mit dem Kölner Bankhaus Sal. Oppenheim für wohlhabende Investoren aufgelegt hatte. Insgesamt etwa vier Milliarden Euro sammelten die Partner dafür ein. Dritter im Bunde war bei Großprojekten in Köln oft die Sparkasse Köln unter der Führung ihres langjährigen Vorstandsvorsitzenden Gustav Adolf Schröder.

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