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Neue Phishing-Welle gegen Commerzbank-Kunden

ulleo (CC0), Pixabay
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Deutschland: Gefälschte Aufforderung zur photoTAN-Neuregistrierung

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen warnt seit dem 27. Juli 2026 vor einer aktuellen Phishing-Kampagne, die im Namen der Commerzbank verbreitet wird. In den E-Mails wird behauptet, die bestehende photoTAN-Aktivierung und die Freigabe des verwendeten Geräts liefen in Kürze ab. Ohne eine angeblich erforderliche Neuregistrierung könne das Onlinebanking nur noch eingeschränkt genutzt werden.

Zur Steigerung der Glaubwürdigkeit nehmen die Nachrichten ausdrücklich Bezug auf einen per Post versandten QR-Code zur photoTAN-Aktivierung. Über einen Link sollen Empfänger anschließend sicherheitsrelevante Daten eingeben oder bestätigen. Die Verbraucherzentrale nennt als weitere Warnzeichen eine unpersönliche Anrede, eine unseriöse Absenderadresse und die Androhung von Kontoeinschränkungen. Betroffene sollen die Nachricht nicht beantworten, keine Links öffnen und Hinweise ausschließlich über die offizielle Banking-App oder die selbst aufgerufene Internetseite der Bank prüfen.

Bedeutung für Anleger: Mittel bis hoch. Der Angriff richtet sich zwar zunächst gegen den Zugang zum Onlinebanking, kann aber auch Wertpapierdepots und Anlagevermögen gefährden. Gelangen Täter an Zugangsdaten, Aktivierungsinformationen oder TAN-Verfahren, drohen unbefugte Überweisungen, Depottransaktionen oder die vollständige Übernahme des Bankzugangs.

Wer bereits Daten eingegeben oder einen QR-Code über eine verlinkte Seite bestätigt hat, sollte umgehend die Bank über einen bekannten Kontaktweg informieren, den Zugang sperren lassen und verdächtige Kontobewegungen dokumentieren.

Presserechtliche Einordnung: Die Commerzbank ist nach der vorliegenden Warnung nicht Verursacherin des Vorgangs. Ihr Name wird von unbekannten Absendern missbräuchlich verwendet. Überschriften und Texte sollten daher klar von „Phishing im Namen der Commerzbank“ sprechen und nicht den Eindruck erwecken, die Bank selbst habe unsichere Nachrichten versandt.

Keine weiteren neuen Vorgänge mit vergleichbarer Anlegerrelevanz festgestellt

Auf den geprüften öffentlichen Seiten der Finanzaufsichten wurden im Berichtszeitraum keine neuen Warnungen oder Enforcement-Mitteilungen mit unmittelbarer Anlegerrelevanz festgestellt. Die jüngsten auf der BaFin-Startseite sichtbaren Anbieterwarnungen waren weiterhin auf den 17. Juli 2026 datiert.

Die liechtensteinische FMA führte weiterhin ihre Veröffentlichung zur Aufsichtspraxis vom 24. Juli 2026 als jüngste Meldung; die jüngste sichtbare Warnmeldung stammt dort vom 7. Juli 2026.

Auch auf den öffentlich zugänglichen FINMA-Seiten war keine neue, eindeutig auf die vergangenen 24 Stunden datierte Warnung erkennbar. Die FINMA weist generell darauf hin, dass ihre Warnliste keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder tagesaktuelle Erfassung erhebt.

Für Österreich ließ sich im Berichtsfenster ebenfalls keine neue amtliche FMA-Anbieterwarnung mit belastbarer Datierung feststellen.

Redaktionelles Fazit: Die neue Commerzbank-Phishing-Kampagne ist die einzige belastbare Entwicklung aus dem geprüften Zeitraum mit unmittelbarer Relevanz für den Schutz von Bank- und Anlagevermögen. Neue überregional bedeutsame Gerichts-, Polizei-, Staatsanwaltschafts-, Register- oder Insolvenzmeldungen wurden nicht festgestellt. Das Ausbleiben neuer Warnlisten-Einträge ist allerdings keine Entwarnung, da behördliche Listen regelmäßig erst nach ersten Hinweisen oder Schäden ergänzt werden.

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