Was für ein verrückter NASCAR-Abend in Nashville: Denny Hamlin hat das Cracker Barrel 400 gewonnen – trotz Frühstart-Strafe, zahlloser Gelbphasen und eines Rennens, das zwischen Materialschlacht und Stock-Car-Wahnsinn pendelte.
Der 45-Jährige feierte damit seinen zweiten Saisonsieg und den insgesamt 62. Erfolg seiner Cup-Series-Karriere. Besonders emotional:
Nach dem Sieg machte Hamlin den berühmten „Busch Bow“ – eine Verbeugung zu Ehren des kürzlich verstorbenen Kyle Busch.
Dabei begann der Abend für Hamlin alles andere als perfekt. Der Pole-Setter kassierte direkt nach dem Start eine Strafe wegen Frühstarts und musste ans Ende des Feldes zurück. Hamlin nahm es mit Humor:
„Ich bin definitiv zu früh gestartet“, sagte er lachend.
Danach arbeitete er sich jedoch eindrucksvoll zurück nach vorne, führte insgesamt 57 Runden an und schnappte sich in den letzten Rennrunden den Sieg in einem spektakulären Dreikampf mit seinen Teamkollegen Christopher Bell und Chase Briscoe.
Das Rennen selbst entwickelte sich zeitweise zur rollenden Ersatzteilmesse:
Mehrere Fahrer schieden wegen explodierender Bremsrotoren aus, darunter Chris Buescher, Ross Chastain, Connor Zilisch und AJ Allmendinger. Nashvilles Betonpiste fraß an diesem Abend offenbar Bremsscheiben wie andere Leute Popcorn.
Auch Kollisionen gab es reichlich:
Brad Keselowski warf Austin Dillon sogar indirekt vor, ihn absichtlich abgeschossen zu haben. Bubba Wallace erwischte es ebenfalls bei einer Kettenreaktion – danach platzte ihm sichtbar der Kragen:
„Es ist verdammt hart, jede Woche rauszufliegen, obwohl man einfach nur sein Rennen fahren will“, schimpfte Wallace frustriert.
Für zusätzliche Gänsehaut sorgte Amazon Prime:
In Runde acht blieb die Übertragung für einige Sekunden komplett still – als stille Hommage an Kyle Busch, der wenige Tage zuvor überraschend verstorben war.
Am Ende stand ein Rennen mit Rekordwert:
31 Führungswechsel – so viele wie nie zuvor in Nashville.
Oder anders gesagt:
NASCAR lieferte wieder einmal genau das, was Fans lieben:
Lärm, Chaos, Drama, kaputte Autos – und am Ende einen Denny Hamlin, der sich irgendwo zwischen Veteran, Überlebenskünstler und Hollywood-Drehbuch bewegte.
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