Immer mehr Fachleute fordern das Ende des weit verbreiteten Antihistaminikums Diphenhydramin, das u. a. unter dem Markennamen Benadryl bekannt ist. Es werde oft falsch eingesetzt – etwa bei Lebensmittelallergien, Erkältungen oder als Schlafmittel – obwohl sicherere und wirksamere Alternativen existieren.
📌 Die wichtigsten Kritikpunkte:
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Veraltetes Medikament: Seit 1946 zugelassen, gehört Diphenhydramin zu den ersten Antihistaminika und verursacht starke Nebenwirkungen, etwa:
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Schläfrigkeit
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Kognitive Beeinträchtigungen
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Herzrhythmusstörungen
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Sturzrisiko bei älteren Menschen
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Paradoxe Reaktionen bei Kindern (z. B. Hyperaktivität oder Sedierung)
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Gefahr tödlicher Überdosierungen, z. B. durch TikTok-„Benadryl Challenge“
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Nicht für langfristige Anwendung geeignet: Wird dennoch häufig überdosiert oder fehlverwendet, z. B. bei Erkältungen oder als Schlafhilfe – trotz fehlender Wirksamkeit bei diesen Beschwerden.
✅ Empfohlene Alternativen:
Ärzt*innen raten zu modernen Antihistaminika, die länger wirken und weniger Nebenwirkungen haben:
| Wirkstoff | Handelsname (USA) | Vorteile |
|---|---|---|
| Cetirizin | Zyrtec | Wirksam gegen Juckreiz, Nesselsucht, Allergien |
| Loratadin | Claritin | Kaum sedierend, für Kinder geeignet |
| Fexofenadin | Allegra | Gute Wirksamkeit, minimal sedierend |
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