Zehntausende Mitarbeiter der University of California (UC) haben am Mittwoch die Arbeit niedergelegt. Betroffen sind medizinisches Personal, Optometristen, Reinigungskräfte und weitere Servicekräfte – insgesamt fast 60.000 Beschäftigte.
Die Gewerkschaften AFSCME Local 3299 und UPTE-CWA Local 9119 werfen der Universität unfaire Verhandlungstaktiken und massiven Personalmangel vor. Bereits im November hatten die Gewerkschaften einen zweitägigen Streik organisiert, ohne dass es zu einer Einigung kam.
Laut Michael Avant, Präsident von AFSCME Local 3299, verweigert die Universität faire Lohnerhöhungen und versuche stattdessen, Arbeitnehmerrechte einzuschränken:
„Statt den massiven Personalmangel und die sinkenden Reallöhne in den UC-Kliniken zu lösen, führt die Universität illegale Regeln ein, um kritische Stimmen zu unterdrücken.“
Die UPTE-Gewerkschaft wiederum klagt, dass Mitarbeiter, die auf Missstände hinweisen, zum Schweigen gebracht werden.
Die UC-Leitung weist alle Vorwürfe zurück und betont, dass sie den Gewerkschaften bereits „bedeutende“ Gehaltserhöhungen, reduzierte Gesundheitskosten und weitere Anreize angeboten habe.
„Statt ernsthaft zu verhandeln, fokussieren sich die Gewerkschaften lieber auf Streikvorbereitungen und Fehlinformationen,“ hieß es in einer offiziellen Stellungnahme.
Da die Verträge beider Gewerkschaften längst ausgelaufen sind (AFSCME: seit Juli, UPTE: seit Oktober), bleibt die Frage: Wie lange hält der Streik – und wird die UC-Verwaltung doch noch einlenken?
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