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Masern-Ausbruch in South Carolina breitet sich aus – Schulen mit niedrigen Impfquoten besonders betroffen

Tumisu (CC0), Pixabay
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Der Masern-Ausbruch in South Carolina verschärft sich: Insgesamt 16 bestätigte Infektionen wurden bisher gemeldet – ein deutlicher Anstieg seit den ersten Fällen Anfang Oktober. Besonders betroffen ist der Nordwesten des Bundesstaates, wo sich die hochansteckende Viruskrankheit in mehreren Gemeinden ausbreitet.

Das Gesundheitsministerium von South Carolina (DHEC) bestätigte, dass die neuesten fünf Fälle an Schulen mit extrem niedrigen Impfraten aufgetreten sind. Eine der Schulen, die Global Academy in der Upstate-Region, weist laut staatlichen Daten eine Immunisierungsrate von lediglich 17 Prozent auf – weit entfernt von der für den Gemeinschaftsschutz notwendigen Quote von mindestens 95 Prozent.

„Solche niedrigen Impfquoten sind ein offenes Einfallstor für Masern“, warnte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. „Eine einzige infizierte Person kann in dieser Umgebung Dutzende andere anstecken – besonders Kinder, die noch keinen vollständigen Impfschutz haben.“

In Spartanburg County wurden bereits mehr als 140 ungeimpfte Schülerinnen und Schüler unter Quarantäne gestellt. Betroffene Schulen arbeiten eng mit den Gesundheitsbehörden zusammen, um weitere Ausbreitungen zu verhindern.

Laut den Behörden wurden einige der Infektionsketten auf Reisende aus Gebieten mit bestehenden Masern-Ausbrüchen zurückgeführt. Doch zunehmend treten Fälle auf, deren Ursprung nicht mehr nachvollziehbar ist – ein Zeichen dafür, dass sich das Virus bereits unkontrolliert in der Bevölkerung verbreitet.

Masern galten in den USA offiziell als eliminiert – doch der Rückgang der Impfbereitschaft gefährdet diesen Status zunehmend. Nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben mehrere Bundesstaaten in den letzten zwei Jahren erneut Ausbrüche erlebt, meist in Gemeinden mit niedriger Impfquote.

Gesundheitsexperten führen den Trend auf Fehlinformationen, Impfskepsis und religiöse Ausnahmeregelungen zurück. Dr. Lisa Maddox, Epidemiologin aus Columbia, sagte:

„Wir sehen eine gefährliche Entwicklung: Eltern verzichten aus Angst vor angeblichen Nebenwirkungen auf Impfungen – dabei sind die Risiken einer Masernerkrankung um ein Vielfaches höher. Das Virus kehrt dorthin zurück, wo wir glaubten, es längst besiegt zu haben.“

Inzwischen prüfen die Behörden, ob zeitweilige Schulschließungen oder Impfpflichten für betroffene Bezirke notwendig sind. Ziel sei es, die Verbreitung einzudämmen, bevor sich die Krankheit auf weitere Landesteile ausbreitet.

Der Ausbruch in South Carolina ist Teil eines größeren Trends in den USA, wo Masernfälle 2025 den höchsten Stand seit über einem Jahrzehnt erreicht haben – eine deutliche Warnung vor den Folgen sinkender Impfquoten.

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