MABEWO AG: Lange nichts gehört – bis wieder der nächste potenzielle Anleger vor der Tür stand.
Über die MABEWO AG aus der Schweiz haben wir bei DieBewertung in der Vergangenheit bekanntlich nicht nur einmal berichtet. Danach wurde es eine Zeit lang etwas ruhiger – was man im grauen Kapitalmarkt allerdings niemals mit Entwarnung verwechseln sollte.
Denn wie so oft gilt auch hier:
Kaum denkt man, das Thema sei eingeschlafen, taucht auch schon wieder der nächste potenzielle Investor auf.
So geschehen in den letzten Tagen. Ein Anleger trat an uns heran, weil er offenbar über ein Investment bei der MABEWO AG nachdachte. Und natürlich haben wir ihm – wie in solchen Fällen üblich – unsere klare Einschätzung zum Unternehmen und zu den handelnden Personen mitgeteilt.
Ob jemand trotz dieser Hinweise investiert oder nicht, muss am Ende selbstverständlich jeder selbst entscheiden.
Wir liefern die Einordnung – den Sprung ins Becken macht der Anleger dann auf eigenes Risiko.
Und wenn Wasser drin ist, umso besser.
Uns ist bis heute kein erfolgreiches Investment bekannt
Was wir allerdings bis heute nicht kennen, ist ein Fall, der wirklich überzeugt.
Konkret:
- Uns ist kein erfolgreich abgeschlossenes Investment mit der MABEWO AG bekannt.
- Uns ist ebenso kein Fall bekannt, in dem ein Anleger mit diesem Unternehmen nachweislich Geld verdient hätte.
Natürlich gilt: Nur weil uns kein solcher Fall bekannt ist, heißt das nicht automatisch, dass es ihn nicht gibt.
Aber wenn es tatsächlich eine nennenswerte Zahl zufriedener Anleger mit attraktiven Renditen gäbe, dann müsste man sie ja irgendwann einmal sehen.
Bislang wirkt das eher wie eine seltene Tierart:
viel darüber gehört, aber nie wirklich begegnet.
Die wahre Kernkompetenz? Kapital einsammeln
Was man den Herren Josten und Trübl allerdings kaum absprechen kann:
Kapital einwerben – das können sie.
Und zwar offenbar über Jahre hinweg mit bemerkenswerter Konstanz.
Wenn man rein auf diese Disziplin schaut, könnte man fast meinen, hier sei ein Geschäftsmodell perfektioniert worden.
Nur leider stellt sich bei Anlegern irgendwann meist eine unangenehme Zusatzfrage:
Und wo bleibt eigentlich der nachweisbare wirtschaftliche Erfolg?
Denn genau da wird es – aus unserer Sicht – seit geraumer Zeit erstaunlich dünn.
Hochglanz, Visionen, Zukunftsmärkte und große Erzählungen sind im Kapitalmarkt bekanntlich nie das Problem.
Das Problem beginnt meist erst dort, wo man von schönen Bildern zu harten Ergebnissen übergehen müsste.
Heute ist Geld einsammeln schwieriger geworden
Hinzu kommt:
Das, was früher vielleicht noch einfacher funktionierte, dürfte heute deutlich schwieriger geworden sein.
Denn die Zeiten haben sich geändert:
- Anleger recherchieren genauer
- Warnhinweise verbreiten sich schneller
- kritische Berichterstattung bleibt auffindbar
- und Vertrauen ist heute nicht mehr ganz so leicht einzusammeln wie früher
Mit anderen Worten:
Das Einsammeln von Geld dürfte inzwischen deutlich anstrengender geworden sein als das Erzählen, warum diesmal alles ganz anders ist.
DieBewertung
Unsere Einschätzung bleibt deshalb unverändert klar:
Wer über ein Investment bei der MABEWO AG nachdenkt, sollte sich nicht von großen Versprechen leiten lassen, sondern von nachprüfbaren Ergebnissen.
Und genau dort sehen wir seit langer Zeit ein Problem.
Denn nach unserer Wahrnehmung gibt es bis heute keinen überzeugenden, öffentlich erkennbaren Beleg, dass Anleger mit diesem Unternehmen in relevanter Weise erfolgreich Geld verdient haben.
Was hingegen deutlich sichtbarer wirkt, ist etwas anderes:
Die Fähigkeit, Kapital einzuwerben, scheint wesentlich ausgeprägter zu sein als die Fähigkeit, Anlegern am Ende eine überzeugende Rendite zu präsentieren.
Oder noch einfacher gesagt:
Bei MABEWO wirkt das Einsammeln von Geld seit Jahren deutlich belastbarer als der Nachweis, dass Anleger damit glücklich geworden sind.

Kommentar hinterlassen