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„Lex, Drugs & Korruption“ – Ein Staatsanwalt im Nebenjob

Clker-Free-Vector-Images (CC0), Pixabay
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 Im Landgericht Hannover läuft derzeit kein Netflix-Thriller, sondern ein echter Justiz-Kracher: Ein Staatsanwalt, der lieber Kokainbarone informierte als sie zu jagen. Yashar G., vormals Chefermittler im größten Kokainfund Europas, hat nun ein bisschen reinen Tisch gemacht – nicht ganz freiwillig, aber immerhin gegen Bezahlung. Also: wieder.

„2.500 Euro pro Verrat“, ließ seine Verteidigung verlesen – das ist zwar weniger als ein Berliner Mietspiegel, aber wohl genug, um sich einen soliden Platz in der Geschichte deutscher Justizskandale zu sichern. Neun von 14 Taten räumt G. ein. Der Rest? Schweigen im Gerichtssaal. Vielleicht hebt er sich das für seine Biografie auf.

Die Krönung: Yashar warnte seine Lieblingsbande höchstpersönlich vor einer Mega-Razzia – woraufhin sich die Koks-Könige diskret ins Ausland verabschiedeten. Man kennt das aus Mafia-Filmen – nur war hier der Maulwurf gleich der Ermittlungsleiter. Praktisch!

Zur Belohnung für sein spätes Gewissen gibt’s nun einen Deal: Höchstens 8 Jahre und 9 Monate Haft. Ursprünglich waren 12 Jahre angedacht, aber hey – wenn man sich selbst belastet, spart man Strafzeit. Das nennt man „Kooperation mit der Justiz“. Früher hieß das mal „Verbrechen gestehen“.

Die CDU ist entrüstet, das Vertrauen in den Rechtsstaat beschädigt – und Justizministerin Wahlmann (SPD) wirkt, als habe sie den Fall auch erst bei der tagesschau erfahren. Man munkelt, dass im Ministerium künftig Staatsanwälte vor Einstellung auf Loyalität zu Deutschland UND zur Wahrheit getestet werden sollen.

Fazit: Wenn dein Staatsanwalt mehr Kontakte zur Unterwelt hat als dein Tatort-Kommissar – dann läuft irgendwas nicht nur schief, sondern Hollywood-reif.

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