Kommt Crowdinvesting an seine Grenzen? Gibt es neue Ansätze?

Mehr Plattformen, mehr Projekte, aber gibt es auch mehr Kleinanleger, die in solche Projekte investieren wollen? Diese Frage pauschal zu beantworten fällt schwer, aber der Markt für Crowdinvesting in Deutschland dürfte sicherlich noch lange nicht ausgereizt sein. Schaut man sich den Versuch von ifunded in der Größenordnung von 10 Millionen Euro für ein Projekt an, dann kommen einem schon Bedenken. Denn wenn Anleger ein derart hohes Risiko tragen sollen, dann sind auch wir in der Redaktion natürlich gespannt, ob das mit dem Geldeinsammeln funktioniert, und ob das Projekt dann auch danach ein Erfolg für die beteiligten Anleger wird.

Befragt dazu haben wir auch einen Experten im Crowdinvestingbereich: „Bei dem Projekt von ifunded handelt es sich tatsächlich um eine Anleihe, mit allem was dazu gehört. Man tritt als vertraglich gebundener Vermittler der Netfonds AG auf. Der vorhandene Kundenbestand von iFunded wird dafür in Wert gesetzt. iFunded versucht parallel auch alle Bestandskunden und Neukunden zu Postident-Verfahren Identifizierung zu animieren, um auch anspruchsvollere Identifikationsvorschriften des GWG etc. kundenweise einhalten zu können. Sollte das klappen, so werden wir sicher mehr solcher Anleihen sehen. Diese können dann, anders als Nachrangdarlehen, teilweise mit echten Garantieelementen ausgestattet werden. Mal sehen, ob das dann auch passiert. Ich bin sehr gespannt, wie die Anleihe aufgenommen wird, am Erfolg wird sich für die Zukunft sicher einiges weisen.“

Crowdinvesting ist ein reiner Onlinevertrieb, und Onlinewerbung ist teuer. Jeder Klick auf ein Angebot, das als Anzeige gekennzeichnet ist, kostet das Unternehmen zwischen 1 bis 7 Euro. Da muss man schon ein ordentliches Budget haben, um hier im Onlinewerbemarkt wirklich erfolgreich zu sein. Crowdinvesting-Plattformen haben keinen mobilen Vertrieb. Was man sieht ist einzelne Fernsehwerbung wie von Exporo und natürlich viel Bannerwerbung in Onlinemedien. Aber auch hier wird die Entwicklung weitergehen, denn nur wenn es mehr „Vertrieb“ gibt, wird es auch mehr Anleger geben.

Eine Antwort

  1. Crowd-Fan 5. September 2017

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