30. März 2017

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Kombidarlehen

Viele Verbraucher kombinieren für die Finanzierung von Wohneigentum Immobilienkredit und Bausparvertrag miteinander und schließen damit eine sogenannte Bausparsofortfinanzierung ab, die auch Kombidarlehen genannt wird. Menschen mit solchen Verträgen haben zunehmend Probleme, ihren Kredit ganz oder teilweise umzuschulden. Der Zugang zu den aktuell günstigen Zinskonditionen am Markt bleibt ihnen aufgrund der besonderen Konstellation verwehrt oder er wird ihnen erschwert.

Wie funktionieren Bausparsofortfinanzierungen? Bei einem Kombidarlehen schließen Sie einerseits einen Bausparvertrag ab, den Sie mit monatlichen Raten besparen. Das Darlehen für die sofortige Finanzierung müssen Sie in der Regel zunächst nicht tilgen, sondern lediglich die dafür anfallenden Zinsen zahlen. Nach einigen Jahren wird die angesparte Summe aus Ihrem Bausparvertrag verwendet, um das Darlehen teilweise abzulösen. Der Rest wird als (Bauspar)Darlehen aufgenommen und wie übliche Immobilienkredite abgezahlt.

Doch Achtung, Bausparsofortfinanzierungen sind in der Regel teurer und in der Handhabung nachteiliger für Kreditnehmer als normale Annuitätenfinanzierungen.

Wir raten von Kombidarlehen ab. Warum, zeigen auch die Probleme, die viele Verbraucher aktuell haben:

Problem Nr. 1: Schlechte Planbarkeit

Problematisch ist, dass Bausparkassen für die Zuteilung des Bauspardarlehens keinen festen Termin nennen müssen. Hat die Kasse nicht ausreichend Beiträge aus dem Bausparkollektiv eingenommen, kann sich daher die Zuteilung des Darlehens verzögern. Das ist ärgerlich, denn unter Umständen benötigen Sie kurzfristig eine Zwischenfinanzierung, für die Sie zusätzlich und im schlimmsten Fall vergleichsweise hohe Zinsen zahlen müssen. Gerade dieses Zinsrisiko wollen viele Bausparer mit der Wahl eines Kombidarlehens jedoch eigentlich vermeiden.

Problem Nr. 2: Zusätzliche Zustimmungen notwendig

Ein weiteres Problem liegt in der Komplexität der Bausparsofort­finanzie­rungen, die sich durch das Zusammenspiel mehrerer Akteure ergibt. Regelmäßig werden Forderungen abgetreten, zum Beispiel von der Bausparkasse an die kreditgebende Bank oder Sparkasse. Wollen Sie dann Ihren Kredit umschulden, ist daher für die Auszahlung des Guthabens zunächst die Zustimmung des Kreditinstituts erforderlich. Viel Rennerei und Papierkram für ein nicht immer zufriedenstellendes Ergebnis.

Quelle:VZ HH

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1 Kommentar

  1. guckstdu

    Gerade in der heutigen Zeit werden diese Modelle mit dem Argument der „Zinssicherung“ angeboten und die zusätzliche Möglichkeit der „Riesterförderung“ zu nutzen. So weit so gut. Aber was hat man davon wenn man zur passenden Zeit nicht den zuteilungsreifen Bausparvertrag hat und, wie hier angesprochen, dann teuer Zwischenfinanzieren muss?
    Einen Bausparvertrag als Sparplan zu nehmen ist in der heutigen Zeit auch nicht mehr attraktiv, es könnten also in der Zukunft die Gelder fehlen.

    Zeit für die Finanzwelt sich hier über Alternativen Gedanken zu machen, oder was man die Allgemeinheit dazu?

    Antworten

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