Was für ein Nachmittag. Was für eine Saison. Und was für ein Gefühl, wieder sagen zu können: Der VfB Stuttgart spielt Champions League!
Ganz Stuttgart stand unter Strom, aber die Jungs haben geliefert. Und wie! Während in Hoffenheim schon nach 20 Minuten die Gesichter länger wurden als die Warteschlangen vorm Wasen, hat unser VfB in Frankfurt eiskalt den Job erledigt.
Chema köpft uns früh Richtung Königsklasse, Nartey legt kurz vor der Pause nach – und plötzlich wusste jeder im Schwabenland: Das Ding lassen wir uns nicht mehr nehmen!
Klar, hinten raus wurde es nochmal typisch VfB. Zwei Elfmeter für Frankfurt, Herzrasen bis zur letzten Sekunde und wahrscheinlich einige zerstörte Sofakissen in Stuttgart. Aber völlig egal. Dieses 2:2 fühlt sich an wie ein Sieg.
Und mal ehrlich: Wer hätte das vor ein paar Jahren gedacht? Vom Abstiegskampf zurück auf Europas größte Bühne. Champions League in Cannstatt. Dienstag- und Mittwochabende unter Flutlicht. Die Hymne im Neckarstadion. Gänsehaut pur.
Besonders schön: Andere haben gerechnet, gezittert und auf Schützenhilfe gehofft. Hoffenheim? In Gladbach komplett zerlegt. Leverkusen? Zu spät wach geworden. Frankfurt? Am Ende nur noch frustriert. Und der VfB? Macht einfach sein Ding.
Dazu kommen jetzt Millionen für den Verein. Endlich wieder internationale Topspiele, endlich wieder Fußballfeste gegen Europas Große. Und ganz ehrlich: Warum sollte Stuttgart da nur mitspielen wollen? Diese Mannschaft hat Charakter, Tempo und inzwischen auch richtig Selbstvertrauen.
Und dann noch Chris Führich! Was der da wieder abgerissen hat, war Werbung in eigener Sache Richtung WM. Julian Nagelsmann saß auf der Tribüne und dürfte sich gedacht haben: Den kann ich eigentlich nicht zuhause lassen.
Jetzt wird gefeiert. In Bad Cannstatt, in der Innenstadt, überall. Der VfB ist zurück in der Champions League – und diesmal bleiben wir hoffentlich länger als nur für einen Kurzbesuch.
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