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Eintracht Frankfurt verkackt Europa

jorono (CC0), Pixabay
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Was für ein peinlicher Saisonabschluss. Da geht es zuhause um Europa, um Prestige, um die Fans – und die Mannschaft liefert über weite Strecken einen Auftritt ab, als wäre schon Sommerurlaub angesagt.

Stuttgart musste nicht einmal glänzen. Die Schwaben haben einfach das gemacht, was eine Mannschaft mit Ziel und Mentalität macht: früh zugeschlagen, konzentriert verteidigt und Frankfurt laufen lassen. Nach zehn Minuten klingelt es nach einer Ecke, kurz vor der Pause dann noch das 0:2 – und im Waldstadion macht sich nur noch Fassungslosigkeit breit.

Die Eintracht? Harmlos. Ideenlos. Leidenschaft nur phasenweise. Wer ernsthaft international spielen will, darf zuhause nicht so auftreten. Vor allem nicht an einem letzten Spieltag, an dem noch alles möglich war.

Besonders bitter: Stuttgart wirkte nicht einmal überragend. Der VfB musste nur halbwegs organisiert Fußball spielen und konnte Frankfurt trotzdem kontrollieren. Zwischenzeitlich sah das eher nach einem Trainingsspiel aus als nach einem Kampf um Europa. Selbst im zweiten Durchgang passierte bei der SGE lange praktisch nichts. Keine Wucht, keine Kreativität, kein echtes Aufbäumen.

Und natürlich wacht Frankfurt erst auf, als es eigentlich schon zu spät ist. Zwei Elfmeter retten am Ende immerhin noch ein 2:2, Jonathan Burkardt zeigt wenigstens Charakter und übernimmt Verantwortung. Aber seien wir ehrlich: Dieses Remis fühlt sich nicht wie ein Punktgewinn an. Es fühlt sich an wie das Symbol einer Saison voller verpasster Chancen.

Dazu kommt das Chaos auf den Rängen. Raketen auf dem Spielfeld, Spielunterbrechung, unnötige Eskalation. Statt ein Fußballfest zum Saisonabschluss zu feiern, liefert man bundesweit mal wieder Bilder, über die sich jeder Nicht-Frankfurter lustig macht.

Und dann diese Trainerfrage. Albert Riera wirkte schon während des Spiels wie ein Mann, der selbst nicht mehr daran glaubt, dass das hier noch eine Zukunft hat. Taktisch ideenlos, offensiv erschreckend ungefährlich und ständig dieses Gefühl, dass die Mannschaft keinen klaren Plan hat. Wenn das wirklich sein letztes Spiel war, dann bleibt vor allem Enttäuschung.

Die Wahrheit ist: Europa wurde nicht heute verspielt. Europa wurde über Wochen und Monate verschenkt. Mit uninspirierten Auftritten, unnötigen Punktverlusten und einer Mannschaft, die viel zu oft nur reagiert statt agiert hat.

Und während Stuttgart jetzt die Champions-League-Hymne planen darf, bleibt Frankfurt nur Frust, Selbstkritik – und die Hoffnung, dass dieser Verein endlich wieder lernt, was Konstanz bedeutet.

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