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Königliche Geheimplanung mit GPS – Leibwächter verraten Top-Standorte per Jogging-App

Unif (CC0), Pixabay
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Das schwedische Königshaus und die Regierung können sich freuen: Ihre Sicherheitsprotokolle sind nun endlich transparent für alle, dank der Fitnessambitionen ihrer Leibwächter und der App Strava.
Denn wer braucht noch Geheimdienste, wenn Joggingrouten gleich mit Privatadressen, Hotelaufenthalten und Skitouren veröffentlicht werden?

Die schwedische Zeitung Dagens Nyheter berichtet, dass die Bodyguards von König Carl XVI. Gustaf und Premierminister Ulf Kristersson offenbar der Meinung waren, dass „geheime“ Bewegungsmuster eigentlich viel schöner sind, wenn man sie öffentlich bewundern kann – samt GPS-Daten, Streckenprofil und Pulsfrequenz.

Diskretion war gestern – willkommen im Influencer-Zeitalter der Sicherheitskräfte

Die App Strava, bekannt dafür, sportliche Höchstleistungen (und offenbar auch staatliche Geheimnisse) in hübschen Heatmaps zu verwandeln, wurde von den schwedischen Sicherheitsleuten jahrelang genutzt – mit „sichtbaren“ Ergebnissen. Joggingstrecken rund um Kristerssons Haus, Hotelübernachtungen des Königs, sogar Skipisten, auf denen er majestätisch hinabgleitete – alles dabei. Nur das Frühstücksbuffet fehlt noch im Datensatz.

SÄPO überrascht – offenbar von der Existenz des Internets

Der schwedische Inlandsgeheimdienst SÄPO zeigte sich nach der Veröffentlichung überraschend überrascht. Eine Sprecherin teilte mit, man habe „nicht gewusst, wie Mitarbeiter die App nutzten“. Auch von der Funktion „öffentlich teilen“ habe man offenbar erst durch die Zeitung erfahren. Aber keine Sorge – jetzt will man „Maßnahmen ergreifen“. Vielleicht die Einführung von gedruckten Landkarten und Taschenlampen?

Internationale Fitness-Fail-Liga

Übrigens: Schweden ist in dieser Disziplin nicht allein. Auch Macrons Bodyguards glänzten bereits mit GPS-Verrat, wie „Le Monde“ enthüllte. Und selbst bei Biden und Putin gab es Berichte über peinliche Strava-Leaks.
Man kann also sagen: Die Weltspitze läuft nicht nur politisch, sondern auch sportlich – direkt in die Sicherheitslücke.


Fazit:
Die neue Geheimwaffe der internationalen Spionage? Einfach ein Strava-Account. Denn warum mühsam abhören, wenn sich Leibwächter freiwillig vernetzen – inklusive Streckenlänge, Kalorienverbrauch und Königlicher Kilometerzahl.

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