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Klimakonferenz COP30 endet mit viel heißer Luft – und sonst wenig

spalla67 (CC0), Pixabay
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Die Weltklimakonferenz ist vorbei, der Amazonas dampft, die Luft ist voller Asche – und Enttäuschung. Nach zwei Wochen intensiven Sitzen, Redens und Händeschüttelns präsentierten rund 50.000 Delegierte aus aller Welt ein gemeinsames Ergebnis: nichts Konkretes, aber immerhin mit tropischem Flair.

Große Reden, kleiner Fortschritt

UNO-Menschenrechtskommissar Volker Türk brachte es auf den Punkt: Was da herauskam, sei „unzureichend“. Vielleicht sogar Ökozid, oder, je nach juristischer Lesart, ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit mit PR-Budget“. Türk fragte sich öffentlich, wie künftige Generationen das alles beurteilen werden. Spoiler: Vermutlich zwischen „unglaublich dumm“ und „irreversibel dämlich“.

„Fossil“? Nie gehört!

Der heiß ersehnte Fahrplan zum Ausstieg aus fossilen Energien? Fehlanzeige. Stattdessen verabschiedete man eine Abschlusserklärung, in der das Wort „fossil“ komplett fehlt. Auch „Kohle“, „Öl“ und „Gas“ wurden offenbar in einem stillen diplomatischen Streik ausgelassen. Es bleibt also beim bisherigen Konzept: weiter so, nur mit besserem Branding.

Forschung? Auch enttäuscht. Überraschung!

Klimaforscher Carl-Friedrich Schleussner diagnostizierte nüchtern: Die Ergebnisse blieben „hinter dem Nötigen“ zurück – was in Klimaforschersprech in etwa so klingt wie „Wir haben die Titanic repariert, indem wir die Servietten neu gefaltet haben.“

Sein Kollege Keywan Riahi sprach von einer „verpassten Chance“, obwohl die Konferenz im Vorfeld sogar als „Wald-COP“ vermarktet wurde. Immerhin: Es gab Bekenntnisse, dass es „mehr Anstrengungen“ braucht. Weltweit dürfen nun alle durchatmen – noch ist genug CO₂ da.

1,5 Grad? Klar, irgendwann. Vielleicht.

Das Ziel, die Erderwärmung bei 1,5 Grad zu stoppen, bleibt laut Konferenztext bestehen – auch wenn alle wissen, dass wir längst drüber sind. Aber hey: Man kann die Temperatur ja später durch Aufforstung und CO₂-Absaugung senken. Also irgendwann. Mit Technik, die es noch nicht gibt. Oder Magie. Hauptsache, Hoffnung bleibt Teil des Narrativs.

Österreich enttäuscht, aber höflich

Auch in Österreich ist man wenig begeistert. Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) bekannte: „Das kann man nicht schönreden“ – und fuhr sicherheitshalber schon vor Konferenzende wieder heim. Vielleicht, um sich das Schönreden zu ersparen.

SPÖ, NEOS und Grüne nannten die Abschlusserklärung je nach Parteibuch „ungenügend“, „Bankrotterklärung“ oder einfach „enttäuschend für alle Menschen auf diesem Planeten“. Einziger Trost: Immerhin haben sich 200 Länder an einen Tisch gesetzt, was in geopolitisch schwierigen Zeiten offenbar schon als Fortschritt gilt.

FPÖ wünscht sich Klimakonferenz-Abschaffung

Die FPÖ meldete sich ebenfalls – mit dem Vorschlag, die COP-Konferenzen ganz abzuschaffen. Schließlich seien „Autobahnen durch Regenwälder gebaut“ worden und Teilnehmer mit Privatjets eingeflogen. Das müsse man sich mal vorstellen! Natur schützen, aber bitte nicht mit Aufwand. Außerdem sei das alles sowieso „Klimakommunismus“. (Definition bitte bei Gelegenheit nachreichen.)

Fazit: Applaus für das Minimum

Unterm Strich bleibt von COP30 vor allem eines: Ein Hauch von grünem PR-Nebel, ein paar warme Worte – und ein weiterhin voller Tank. Immerhin: Die Konferenz hat gezeigt, dass man mit einem CO₂-Ausstoß wie ein Mittelklasse-Staat zusammenkommen kann, um zu beschließen, dass man vielleicht später etwas dagegen tun könnte.

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