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Kalifornien zählt weiter: Rennen um Gouverneursamt und Bürgermeisterposten in Los Angeles spitzen sich zu

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay
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Eine Woche nach den Vorwahlen in Kalifornien sind die Stimmen noch immer nicht vollständig ausgezählt. Dennoch zeichnet sich zunehmend ab, welche Kandidaten im November um das Amt des Gouverneurs und den Bürgermeisterposten von Los Angeles kämpfen werden.

Kalifornien nutzt bei vielen Wahlen das sogenannte „Jungle Primary“-System. Dabei treten alle Kandidaten unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gegeneinander an. Die beiden Bewerber mit den meisten Stimmen ziehen anschließend in die eigentliche Hauptwahl ein.

Im Rennen um die Nachfolge des scheidenden demokratischen Gouverneurs Gavin Newsom liegt der frühere US-Gesundheitsminister Xavier Becerra weiterhin vorne. Der Demokrat kommt aktuell auf mehr als 1,88 Millionen Stimmen und hat sich damit praktisch für die Wahl im November qualifiziert.

Auf Platz zwei folgt der Republikaner Steve Hilton mit rund 1,79 Millionen Stimmen. Der Unternehmer und frühere Fernsehkommentator würde damit ebenfalls in die entscheidende Wahlrunde einziehen. Der demokratische Milliardär Tom Steyer liegt derzeit mit etwa 1,4 Millionen Stimmen auf Rang drei und müsste auf eine überraschende Wendung bei den noch ausstehenden Auszählungen hoffen.

Auch in Los Angeles verdichten sich die Fronten. Die amtierende Bürgermeisterin Karen Bass führt das Feld mit mehr als 250.000 Stimmen deutlich an und wird voraussichtlich ebenfalls im November erneut antreten.

Für Aufmerksamkeit sorgt vor allem das Rennen um den zweiten Platz. Die Stadträtin Nithya Raman hat den konservativen Reality-TV-Star Spencer Pratt inzwischen überholt. Raman liegt aktuell bei rund 196.000 Stimmen, während Pratt knapp dahinter mit etwa 193.000 Stimmen folgt.

Pratt, bekannt aus der Reality-Serie „The Hills“, hatte mit einer ungewöhnlichen Kampagne und scharfer Kritik an der Stadtpolitik für Schlagzeilen gesorgt. Doch die jüngsten Nachzählungen spielten seiner Konkurrentin in die Karten.

Unterdessen sorgt die langsame Stimmauszählung erneut für politische Diskussionen. Präsident Donald Trump bezeichnete die kalifornischen Wahlen in einem Interview ohne Belege als „manipuliert“ und kritisierte die lange Auszählungsdauer. Nachdem Moderatorin Kristen Welker ihn nach Beweisen gefragt hatte, beendete Trump das Gespräch vorzeitig.

Kaliforniens Wahlbehörden verweisen dagegen auf das hohe Aufkommen von Briefwahlstimmen. Die umfangreiche Prüfung und Auszählung der eingegangenen Wahlunterlagen führe regelmäßig dazu, dass endgültige Ergebnisse erst Tage oder sogar Wochen nach dem Wahltag feststehen.

Während die Auszählung weiterläuft, deutet derzeit vieles auf ein Duell zwischen Xavier Becerra und Steve Hilton um das Gouverneursamt sowie auf eine Stichwahl zwischen Karen Bass und Nithya Raman um die Führung von Los Angeles hin. Endgültige Gewissheit wird es jedoch erst geben, wenn alle Stimmen ausgezählt sind.

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