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Jamaika nach Hurrikan „Melissa“: Insel im Ausnahmezustand – jede Spende zählt!

45263156 (CC0), Pixabay
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Nach dem verheerenden Durchzug des Hurrikans „Melissa“ steht Jamaika vor einer humanitären Katastrophe. Ganze Landesteile sind zerstört, Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten, Krankenhäuser unbrauchbar – und Tausende Menschen stehen vor dem Nichts.

Die Regierung plant in fünf besonders betroffenen Bezirken den Aufbau von Feldlazaretten, weil viele Spitäler schwer beschädigt oder völlig ausgefallen sind. „Unsere Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte arbeiten seit Tagen am Limit. Wir brauchen dringend internationale Unterstützung“, appellierte Gesundheitsminister Christopher Tufton am Freitag.

Noch immer sind Strom- und Wasserversorgung in weiten Teilen der Insel unterbrochen. Tankstellen, vor allem im Westen, haben kaum noch Kraftstoff. Die Versorgung mit Medikamenten, Nahrungsmitteln und Trinkwasser wird von Tag zu Tag schwieriger.

„Wir stehen vor einer nationalen Notlage. Ohne internationale Hilfe schaffen wir das nicht“,
sagte Premierminister Andrew Holness in einer Ansprache an die Bevölkerung.


Mindestens 19 Tote auf Jamaika – Hunderte verletzt

Der Hurrikan hatte am Dienstag (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von über 280 km/h die Insel getroffen – als einer der stärksten Stürme, die jemals über den Atlantik zogen. Laut Regierungsangaben kamen auf Jamaika mindestens 19 Menschen ums Leben, weitere werden noch vermisst.

In der gesamten Karibik liegt die Zahl der Todesopfer inzwischen bei mindestens 50. Besonders schwer traf es neben Jamaika auch Haiti, wo Überschwemmungen und Erdrutsche mindestens 30 Menschen das Leben kosteten.

Jamaikas Infrastruktur liegt am Boden: Straßen sind unpassierbar, Brücken eingestürzt, Stromleitungen zerstört. Tausende Wohnhäuser wurden komplett dem Erdboden gleichgemacht.


Medizinische Hilfe dringend gesucht

Besonders dramatisch ist die Lage in der südlichen Gemeinde Black River, wo das Krankenhaus schwer beschädigt wurde. Ärzteverbände rufen Freiwillige auf, sich für Notdienste zu melden. „Unsere Kolleginnen und Kollegen stehen seit Tagen ohne Pause im Einsatz“, berichtet die Plattform Nationwide News.

Die Regierung versucht unterdessen, mit Hilfe internationaler Organisationen Feldlazarette und mobile Wasseraufbereitungsanlagen aufzubauen. Doch Material und Personal fehlen an allen Ecken.


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