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Irische Exporte in die USA steigen vor Zolleinführung um 400%

stevepb (CC0), Pixabay
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Die irischen Warenausfuhren in die USA sind im März um fast 400% gestiegen, da Hersteller versuchten, ihre Produkte noch vor den von Präsident Donald Trump angekündigten Zöllen in die Vereinigten Staaten zu bringen.

Rekordmonat für Irland

Im März 2025 erreichten die Exporte in die USA einen Wert von über 25 Milliarden Euro, verglichen mit 5 Milliarden Euro im März 2024. Insgesamt belief sich der Wert der irischen Warenausfuhren auf 37 Milliarden Euro – fast doppelt so viel wie im gleichen Monat des Vorjahres.

Pharmaindustrie treibt Wachstum an

Die starke Exportsteigerung wurde hauptsächlich durch die Pharmaindustrie getrieben, die allein Waren im Wert von 23,6 Milliarden Euro exportierte – ein Anstieg von 243% gegenüber dem Vorjahr. Irland ist ein wichtiger Produktionsstandort für US-Pharmaunternehmen wie Pfizer und Eli Lilly.

US-Zölle als Auslöser

Im April verhängte Präsident Trump einen Mindestzoll von 10% auf nahezu alle Länder und plante zusätzliche „reziproke“ Zölle für einige Handelspartner, darunter 20% auf EU-Waren. Diese Maßnahmen wurden später ausgesetzt, um 90 Tage Verhandlungszeit zu gewähren.

USA als wichtigster Handelspartner

Die USA bleiben Irlands größter Exportmarkt. Laut Jane Burmanje vom irischen Statistikamt gingen mehr als zwei Drittel (68,2%) der irischen Exportgüter in die USA. Das bedeutet, dass fast 70 Cent von jedem exportierten Euro in die Vereinigten Staaten flossen.

Wirtschaftliche Unsicherheit

Die irische Regierung hat aufgrund der Unsicherheit durch die US-Zollpolitik ihre Wachstumsprognosen nach unten korrigiert. Statt der erwarteten 2,9% rechnet man nun mit einem Wirtschaftswachstum von 2,5%. Sollte es zu einem Zollkrieg zwischen der EU und den USA kommen, könnte das Wachstum auf 2% sinken und 2026 sogar auf 1,75%.

EU-Verhandlungen laufen

Irlands Außenminister Simon Harris traf sich in Brüssel mit EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič, um die Verhandlungen mit den USA zu besprechen. Harris betonte die Notwendigkeit eines ruhigen und sachlichen Dialogs mit Washington, während die EU parallel interne Vorbereitungen für den Fall eines Scheiterns der Gespräche trifft.

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