Die Diskussion über die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wird immer lauter. Viele Bürger fragen sich inzwischen ernsthaft, ob Deutschland wirklich neun ARD-Landesrundfunkanstalten mit eigenen Verwaltungen, Intendanten, Direktionen und Apparaten benötigt – oder ob hier über Jahrzehnte ein extrem teures System entstanden ist, das sich immer weiter von den Gebührenzahlern entfernt hat.
Gerade wenn man sich die Gehälter, Pensionen und Versorgungssysteme vieler öffentlich-rechtlicher Sender anschaut, sorgt das bei vielen Menschen für Unverständnis. Während normale Arbeitnehmer über steigende Lebenshaltungskosten klagen, wirken manche Intendantengehälter und Ruhestandsregelungen wie aus einer anderen Welt.
Hinzu kommt ein Problem, das viele Zuschauer inzwischen direkt spüren:
Trotz steigender Rundfunkbeiträge wird das Programmangebot oft nicht besser, sondern vielerorts austauschbarer.
Viele Formate werden eingespart, Serien eingestellt und regionale Produktionen reduziert. Gleichzeitig entsteht bei Kritikern der Eindruck, dass große Teile des Systems vor allem mit sich selbst beschäftigt sind:
- große Verwaltungsstrukturen
- hohe Personalkosten
- Doppelstrukturen
- parallele Studios
- zahlreiche Führungsebenen
Besonders oft fällt dabei Kritik an den Landesrundfunkanstalten selbst. Denn viele Zuschauer fragen sich:
Braucht wirklich jedes Bundesland seinen eigenen großen Rundfunkapparat?
Kritik an Versorgungsposten und Parteinähe
Ein weiterer Vorwurf betrifft die politische Nähe vieler Senderstrukturen. Kritiker behaupten seit Jahren, dass Rundfunkräte, Führungspositionen und Verwaltungsstrukturen teilweise zu stark mit parteinahen Personen besetzt seien.
Dabei entsteht bei manchen Bürgern der Eindruck, dass öffentlich-rechtliche Sender nicht nur Medienhäuser, sondern auch eine Art Versorgungssystem für Politik, Verwaltung und Netzwerke geworden seien.
Ob dieser Vorwurf im Einzelfall gerechtfertigt ist, wird unterschiedlich bewertet. Klar ist aber:
Das Vertrauen vieler Bürger in die Strukturen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks hat in den vergangenen Jahren sichtbar gelitten.
Vier große Sender statt neun?
Deshalb fordern manche inzwischen einen radikalen Umbau.
Statt:
- BR
- MDR
- WDR
- NDR
- SWR
- HR
- SR
- RBB
- Radio Bremen
könnte man das System theoretisch auf vier große Regionen reduzieren:
- Nord
- Süd
- Ost
- West
Befürworter argumentieren:
Dadurch ließen sich enorme Verwaltungskosten einsparen.
Weniger:
- Intendanten
- Doppelstrukturen
- Verwaltungsapparate
- Parallelproduktionen
würden bedeuten:
mehr Geld für Inhalte statt für Verwaltung.
Zuschauer wollen Qualität statt Bürokratie
Viele Zuschauer stören sich inzwischen weniger an der Idee des öffentlich-rechtlichen Rundfunks selbst – sondern an dessen Größe und Kostenstruktur.
Denn eigentlich wünschen sich viele Bürger:
- hochwertige Informationen
- starke Dokumentationen
- regionale Berichterstattung
- gute Unterhaltung
- unabhängigen Journalismus
Aber eben ohne das Gefühl, dass immer höhere Gebühren vor allem ein überdimensioniertes System finanzieren.
Gerade Beispiele wie der MDR sorgen immer wieder für Diskussionen. Publikumslieblinge verschwinden aus Kostengründen aus dem Programm, während gleichzeitig hohe Personal- und Versorgungskosten bestehen bleiben. Genau das sorgt bei vielen Beitragszahlern für Frust.
Reformdruck wird weiter wachsen
Die Debatte dürfte deshalb in den kommenden Jahren noch deutlich schärfer werden.
Denn je stärker die Rundfunkbeiträge steigen und je mehr Streamingdienste den klassischen Fernsehkonsum verändern, desto stärker wird auch die Frage:
Wie groß muss der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland künftig überhaupt noch sein?
Und genau deshalb halten viele Bürger eine grundlegende Reform inzwischen nicht mehr nur für sinnvoll – sondern für längst überfällig.
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