Diebewertung.de Exclusiv INFINUS Skandal: Gericht lehnt Befangenheitsantrag der Verteidigung ab- Mit der Begründung die Anträge seien unbegründet

Es wird nicht der letzte Antrag der Infinus Angeklagten gewesen sein. Diesem Befangenheitsantrag hatte man allgemein die größten Erfolgsaussichten gegeben, aber das Gericht blieb auch hier seiner bisherigen Linie treu, nicht auf „Störversuche der Verteidigung“ einzugehen.

Unter den Verteidigern der INFINUS Angeklagten gibt es einige „Hochkaräter“ aus dem Bereich des Strafrechts. Diese waren von Beginn darauf aus, den Prozess zum Platzen zu bringen. Die Verteidigung ist von der Unschuld ihrer Mandanten überzeugt, sieht ihre Mandanten eher als Justizopfer, die man als Täter verurteilen muss.

Tatsache ist aber auch, bisher konnte weder das LKA, noch eingeschaltete Wirtschaftsprüfer, den Angklagten den Betrug nachweisen.

Eine Mitarbeiterin des LKA hatte erst vor Kurzem vor Gericht zugeben müssen, in den durchgearbeiteten Unterlagen die die Staatsanwaltschaft hatte beschlagnahmen lassen, anlässlich der Razzia im November 2013, keine Anzeichen für Betrug gefunden zu haben. Bis zum Zeitpunkt der Razzia hatte das Unternehmen, einschließlich seiner Tochtergesellschaften, alle vertraglichen Verpflichtungen korrekt erfüllt gegenüber seinen Anlegern.

Man darf nun gespannt sein, wie der Prozess vor dem Dresdner Landgericht weiter verlaufen wird. Nach Meinung von Justizexperten sind die Chancen der Angeklagten deutlich gestiegen einen „Freispruch“ zu bekommen, wenn nicht einmal die ermittelnde Staatsanwaltschaft und das zuständige LKASachsen den Prozessgrund finden können.

Einen möglichen Freispruch der Angeklagten kann sich das Land Sachsen aber eigentlich nicht leisten, denn würde es zu einem Freispruch der Angeklagten kommen, dann sähe sich Sachsen unzähligen Schadensersatzklagen ausgesetzt. Schon alleine deshalb wird das Gericht schauen, dass die Angeklagten verurteilt werden, um damit auch eine Staatshaftung zu vermeiden. Den Anlegern hingegen könnt nichts Besseres passieren. Sie hätten plötzlich jemanden in der Haftung, der ihnen ihren Schaden ersetzen könnte.

27 Kommentare

  1. Teilnehmer 26. April 2016
    • OutOfRecords 26. April 2016
    • GMeier 26. April 2016
      • OutOfRecords 3. Mai 2016
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  2. Wasnun 25. April 2016
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      • OutOfRecords 24. April 2016
  4. Teilnehmer 18. April 2016
  5. OutOfRecords 18. April 2016
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  6. GMeier 17. April 2016
    • Teilnehmer 17. April 2016
    • Rober 18. April 2016
  7. OutOfRecords 16. April 2016
  8. bhard 26. Januar 2016
    • OutOfRecords 27. Januar 2016
  9. OutOfRecords 25. Januar 2016

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