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Impfstoff bleibt bei uns sagt Indien

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Der weltgrößte Impfstoffhersteller hat angedeutet, dass es bei Exporten von CoV-Impfstoffen zu Verzögerungen kommen könnte. Der Chef der indischen Firma Serum Institute, Adar Poonawalla, schrieb auf Twitter, sein Institut sei angewiesen worden, „dem großen Bedarf Indiens Vorrang einzuräumen und währenddessen die Bedürfnisse der übrigen Welt im Gleichgewicht zu halten“. Die Firma stellt unter anderem den AstraZeneca-Impfstoff unter dem Namen Covishield zu günstigen Preisen her.

Indien wird oft als die „Apotheke der Welt“ bezeichnet. Im zweitbevölkerungsreichsten Land der Welt wird nach eigenen Angaben rund die Hälfte aller Impfstoffe weltweit hergestellt. Indien hatte zuletzt auch Millionen Dosen CoV-Impfstoff an ärmere Länder seiner Region und darüber hinaus verschenkt. Weitere wurden verkauft. Für Indien ist das eine Gelegenheit, sein Image in der Region zu stärken – auch angesichts des Nachbarn China, der Indien militärisch und wirtschaftlich überlegen ist.

Doch Indien braucht auch selbst viele Impfstoffe und will bis zum Sommer rund 300 Millionen Menschen impfen – etwas weniger als ein Viertel der 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner. Bis vor Kurzem waren die CoV-Zahlen in dem Land relativ niedrig gewesen. So wurden täglich nur um die 10.000 Neuinfektionen erfasst, während es zu Höchstzeiten im vergangenen Sommer knapp 100.000 am Tag gewesen waren.

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