IG Lombard- oder die Vermittlerselbsthilfevereinigung gegen renitente Anleger?

Verwegen so etwas zu vermuten? Nein, sicherlich nicht, denn schaut man sich einmal genau an wer diese Interessengemeinschaft gegründet hat, dann findet man hier vor allem Vertriebspersonen. Jene Vertriebler die in den letzten Jahren die Produkte aus dem Hause Fidentum verkauft hatten. Denkt man sich jetzt noch das schlechteste Szenario bei den Zielinvestmentgesellschaften einmal bis zu Ende durch, dann werden es im Endeffekt genau die Vermittler sein, die dann von Rechtsanwälten verklagt werden. Klar, das den Gründern und Vermittlern der IG Lombard natürlich klar ist. Nur die Vermittler wissen aber letztlich auch, wie sie das Produkt der einzelnen Zielinvestments dann beim Kunden verkauft/beraten haben. Genau dieser Beratungsprozess wird dann sicherlich oft die Anspruchsgrundlage von Schadensersatzansprüchen von Anlegern an Vermittler sein. Genau das könnte nun bald passieren, dann wenn man erkennt, das die Zahlen der BDO nicht dazu taugen werden über angedachte Alternativen dann auch wirklich ernsthaft nachzudenken. Kommt das so, dann stehen sicherlich bereits heute mindestens ein Dutzend von Rechtsanwälten in den Startlöchern um sich dann Mandate von Anlegern gegen den Vermittler zu sichern. Solche Interessengemeinschaften sind völlig in Ordnung, auch das wollen wir hier einmal anmerken, aber man muss genau hinschauen „wer diese Interessengemeinschaft ins Leben gerufen hat“. Dann kann man durchaus dann schnell auch zu Vermutungen wie im Fall der IG Lombard kommen. Nun hat man sich von Seiten der IG Lombard der Mitarbeit einer Kölner Anwaltskanzlei versichert, der Kanzlei Klumpe. Hier, so unser Kenntnisstand, hat man dann ausdrücklich betont „das man keine Anleger vertrete“ nur die Vertriebspartner unterstütze gegenüber den Zielinvestmentgesellschaften um dort dann für die Kunden der Vermittler, die Anleger“ mehr und schnellere Klarheit zu bekommen. Um Mitglied in der IG zu werden haben Anleger dann nochmals in die Tasche gegriffen und Geld bezahlt. Wofür eigentlich? Wofür wurde das Geld verwendet? Hier ist von einem hohen 5 stelligen Betrag gerüchteweise zu hören! Auch das wird eine Frage sein die man dann von Seiten der IG Lombard beantworten muss. Natürlich wird man sich auch genau anschauen ob die Kanzlei Klumpe in Köln dann wirklich keine Anleger vertritt. Vertritt die Kanzlei Klumpe doch Anleger, dann darf man sicherlich auch die Frage nach einem Interessenkonflikt stellen, und ich bin sicher die Frage wird gestellt werden.

 

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