Herzlich willkommen zur neuesten Folge des geopolitischen Dramas „Wer bombt denn da?“, diesmal live aus dem strahlend schönen Nahen Osten – wortwörtlich.
Am Sonntag verwandelte Israel den iranischen Atomanlagen-Komplex von Natans kurzerhand in ein Freiluftmuseum für Trümmerarchitektur. Premier Benjamin Netanjahu feierte die „Zerstörung der wichtigsten Urananreicherungsanlage“ wie ein Kind, das endlich die letzte Levelboss-Mission in einem Ego-Shooter gemeistert hat. „Mission Urancomplished“, könnte man sagen.
Satellitenbilder bestätigen, was Israel auf X (ehemals Twitter) längst gepostet hatte: eine Stromversorgung, die aussieht wie nach dem Besuch eines sehr wütenden Elektrikers. Experten warnen, dass der unterirdische Teil der Anlage nun auch betroffen sei – man könnte fast meinen, dass es dort plötzlich zu dunkel zum Urananreichern wurde.
Doch der nukleare Frühjahrsputz blieb nicht ohne Gegenliebe. Der Iran antwortete höflich mit Raketen auf israelische Städte, wobei Bat Jam besonders in den Mittelpunkt rückte – ausnahmsweise mal nicht wegen Immobilienpreisen. Auch in Teheran hagelte es Trümmer: Wohnhäuser, Kommunikationsministerium und – weil’s im Krieg halt dazugehört – gleich mal das halbe Regierungsviertel.
Derweil veröffentlichte Israel stolz die Namen von neun getöteten iranischen Atomwissenschaftlern. Man wolle „Transparenz zeigen“, so das Verteidigungsministerium – offenbar verwechselte man die PR-Strategie mit einem „Tatort“-Abspann.
In den USA ließ man indes durchblicken, dass Donald Trump einen israelischen Plan zur Tötung von Ayatollah Chamenei abgelehnt habe. Begründung: „Hat der Iran uns schon angegriffen? Nein? Na dann chillen wir noch ein bisschen.“
Netanjahu sah’s sportlich und sprach offen von einem Regimewechsel im Iran. Beobachter sind sich uneins, ob das Realpolitik ist – oder einfach der Pitch für die nächste Staffel von House of Mossad.
Fazit: Der Nahe Osten bleibt, was er ist – ein Schachspiel mit Atomsprengköpfen statt Bauern. Und während die Welt zuschaut, fragt man sich: Ist das noch Geopolitik oder schon Reality-TV mit echten Explosionen?
Titelvorschlag für den nächsten Akt: „Game of Drones“.
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