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Handelskrieg zwischen USA und China verschärft sich – Märkte weltweit unter Druck

geralt (CC0), Pixabay
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Der Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China hat eine neue Eskalationsstufe erreicht. Die chinesische Regierung erhöhte ihre Vergeltungszölle auf US-Importe drastisch von 84 % auf 125 %. Diese Maßnahme stellt eine direkte Reaktion auf die jüngsten Strafzölle dar, die von US-Präsident Donald Trump angekündigt wurden.

China kontert – und sendet eine klare Botschaft

In einer offiziellen Stellungnahme warf das chinesische Handelsministerium den USA vor, Zölle als „Waffe der Einschüchterung“ zu benutzen und bezeichnete das Vorgehen Washingtons als „Farce ohne wirtschaftliche Substanz“. Präsident Xi Jinping betonte, China sei „nicht ängstlich“ und werde sich nicht einschüchtern lassen. „In einem Handelskrieg gibt es keine Gewinner“, so Xi bei einem Treffen mit dem spanischen Premierminister in Peking.

Trump bleibt optimistisch – trotz wachsender Kritik

Während die Spannungen steigen, zeigte sich US-Präsident Trump öffentlich zuversichtlich, dass dennoch eine Einigung mit China möglich sei. Gleichwohl räumte er ein, dass es „Übergangsprobleme“ geben könne. Seine Regierung arbeite laut Trump derzeit mit rund 15 Ländern an alternativen Handelsabkommen. Zwei hochrangige Regierungsbeamte erklärten gegenüber CNN jedoch, dass die USA nicht den ersten Schritt auf China zugehen würden.

Märkte in Aufruhr – Wirtschaftliche Folgen spürbar

Die Auswirkungen auf die Finanzmärkte sind bereits deutlich sichtbar. Sowohl die US-Börsen als auch die Anleihemärkte zeigen Anzeichen zunehmender Nervosität. Auch in Europa rutschten die Kurse ab: Der Stoxx 600 verlor 0,9 %, der deutsche DAX sank um 1,2 %, während der französische CAC 40 um 0,9 % nachgab.

Volkswirtschaftler warnen, dass die unberechenbare Handelspolitik der USA Investitionen ausbremse und das globale Wachstum gefährden könne. Studien zufolge könnten Trumps Zölle US-amerikanische Haushalte jährlich im Durchschnitt über 3.400 Dollar kosten – mit besonders schweren Auswirkungen auf einkommensschwächere Familien.

Tesla reagiert – Verkaufsstopp für US-Modelle in China

Der US-Elektroautohersteller Tesla hat unterdessen angekündigt, in China keine Bestellungen mehr für seine in den USA produzierten Modelle S und X anzunehmen. Betroffen sind nicht die Modelle 3 und Y, die in Shanghai gefertigt werden. Die Maßnahme erfolgt einen Tag nach Chinas neuer Zollrunde.

Weitere geopolitische Spannungen

Parallel zum Handelskonflikt verläuft ein weiteres diplomatisches Großereignis: Die USA und der Iran bereiten sich auf hochrangige Gespräche in Oman vor. Teheran erklärte, man wolle der Diplomatie „eine echte Chance“ geben, setzte aber klare Bedingungen, darunter ein Ende „bedrohlicher Sprache“ durch die USA und keine Einmischung in die iranische Verteidigungspolitik. Präsident Trump hatte zuvor seine „Maximum Pressure“-Strategie gegenüber dem Iran bekräftigt.

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