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Grüngold AG – ein Geschäftsmodell, dass wirtschaftlich nicht funktioniert? Die Höhe der ausgewiesenen Provisionen macht dann sehr nachdenklich

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Nun, schaut man sich die nackten Zahlen in der Bilanz an, dann kann man möglicherweise genau zu diesem Ergebnis kommen.

Laut Ausführungen in dieser Bilanz hat man gerade einmal 105.000 Euro an Kapital in Form von Nachrangdarlehen eingesammelt. Dafür hat man aber laut dieser Bilanz Zinsaufwendungen in Höhe von 11.647 Euro bezahlt. Das ist eine stolze Summe für so wenig eingesammeltes Kapital, denn man hatte ja hier ein komplettes Jahr zur Verfügung.

Rechnet man dann noch die Vertriebsprovisionen in Höhe von 36.050 Euro dazu, dann gingen wohl rechnerisch fast 50% von dem eingesammelten Kapital schon wieder drauf. Auf welche Investitionsquote kommt man denn da?

Zusätzlich zeigt diese Bilanz auf, dass man nicht einmal das Stammkapital in voller Höhe einbezahlt hat. Warum eigentlich nicht?

 

Grüngold AG

Weilheim i.OB

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht zum Jahresabschluss 2017

Grüngold AG, Weilheim

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft konnte erstmals am 09.06.2016, nachdem der Prospekt zum Erwerb und Betrieb von Bio-Gasanlagen durch die BaFin genehmigt wurde, wie vorgesehen Beteiligungsgelder in Form von Nachrangdarlehen einwerben. Sie hat im Jahr 2017  5 Anleger mit einer Gesamtsumme von EUR 105.000,00 eingeworben.

Nach Erstellung des Unternehmensprospekts konzentrierten sich die Beteiligten, nämlich der Vorstand sowie ein freier Mitarbeiter mit dem Einwerben von weiteren Unternehmensbeteiligungen. Hierzu wurden zahlreiche Gespräche mit Finanzvertrieben geführt, was dazu führte, dass 4 Finanzvertriebe sich bereit erklärt hatten, weitere Kapitalgeber für die Gesellschaft einzuwerben.

Der Gesellschaft entstand aus der Erstellung des Prospekts, sowie der verschiedenen Vertriebsaktivitäten ein Jahresfehlbetrag für das Jahr 2017 in Höhe von EUR 254.283,00 (im Vorjahr EUR 116.759,11).

Gemäß § 24 Vermögensanlagengesetz werden folgende Angaben gemacht.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr an Vorstand und einen freien Mitarbeiter EUR 27.852,56 bezahlt. An festangestellte Mitarbeiter erfolge eine Zahlung in Höhe von EUR 25.816,86.

Verkaufsprovision zur Anwerbung von Kapitalanlegern wurden in Höhe von EUR 36.050,00 gezahlt.

Die Darlehensgeber der Nachrangdarlehen erhielten Zinsen in Höhe von EUR 11.647,25.

Gemäß § 24 Abs. 1 Nr. 2 Vermögensanlagengesetz wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr EUR 25.483,00 an Führungskräfte und Mitarbeiter gezahlt, deren berufliche Tätigkeiten sich wesentlich auf das Risikoprofil von Emittenten von Vermögensanlagen auswirkte. Weiterhin wurden Anzahlungen auf Vergütungen in Höhe von 23.581,05 für diese Mitarbeiter geleistet.

Erklärung gem. § 161 AktG:

Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft erklären hiermit, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekanntgemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ entsprochen wird und deren Empfehlungen angewendet werden.

Der Vorstand versichert hiermit ausdrücklich, das nach bestem Wissen im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Kapitalgesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, und das die wesentlichen Chancen und Risiken beurteilt und erläutert wurden.

3. Lage

Die Gesellschaft konnte mangels Kapital die angebotene Bio-Gasanlage im Geschäftsjahr noch nicht erwerben, sondern konzentrierte sich darauf weitere Kapitalgeber anzusprechen, um die von einem renommierten Großunternehmen angebotene Bio-Gasanlage zum Anschaffungspreis von EUR 2.227.000,00 zu erwerben.

Mit dem Erwerb der Bio-Gasanlage ist zum 28. Juni 2019 zu rechnen. Ab diesem Zeitpunkt ist von einer stabilen Ertragslage auszugehen, da zeitgleich mit dem Abschluss des Kaufvertrages auch ein Geschäftsbesorgungsvertrag mit dem Verkäufer der Anlage geschlossen wird, der über ein umfangreiches Know-how sowie gesicherte Abnahmeverträge zum Betreib von Bio-Gasanlagen verfügt.

III. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind insoweit eingetreten, dass weitere erhebliche Geldmittel zum Erwerb der angebotenen Bio-Gasanlage der Gesellschaft zur Verfügung gestellt wurden. Bis zum Ende des Jahres 2018 wurden EUR 1.060.297,91 an Nachrangdarlehen zum Erwerb der angebotenen Bio-Gasanlage zur Verfügung gestellt.

IV. Prognosebericht

Die Gesellschaft wird voraussichtlich zum 28. Juni 2019 die erste Bio-Gasanlage erwerben können, so dass dann mit einer stabilen Ertragslage zu rechnen ist.

V. Chancen und Risikobericht

Die weitere Existenz der Gesellschaft hängt davon ab, dass die Gesellschaft ausreichend Kapital zum Erwerb von Bio-Gasanlagen erhält, so dass hieraus entsprechende Erträge erwirtschaftet werden können.

Hierzu verweisen wir auf die Ausführungen zum Geschäftsverlauf.

Weilheim, 6. Juni 2019

gez. Lewinsky, Vorstand

Bilanz

Aktiva

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Anlagevermögen 6.708,00 1.626,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 5.732,00 0,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 5.732,00 0,00
II. Sachanlagen 976,00 1.626,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 976,00 1.626,00
B. Umlaufvermögen 33.011,62 114.593,27
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 32.960,34 55.265,56
1. sonstige Vermögensgegenstände 32.960,34 55.265,56
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 51,28 59.327,71
C. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 358.542,11 104.259,11
Bilanzsumme, Summe Aktiva 398.261,73 220.478,38

Passiva

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
1. nicht eingeforderte ausstehende Einlagen -37.500,00 -37.500,00
2. eingefordertes Kapital 12.500,00 12.500,00
II. Verlustvortrag 116.759,11 0,00
III. Jahresfehlbetrag 254.283,00 116.759,11
IV. nicht gedeckter Fehlbetrag 358.542,11 104.259,11
B. Rückstellungen 25.855,42 0,00
C. Verbindlichkeiten 372.406,31 220.478,38
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23,57 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 23,57 0,00
2. sonstige Verbindlichkeiten 372.382,74 220.478,38
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 82.382,74 35.478,38
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 290.000,00 185.000,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 398.261,73 220.478,38

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2017 – 31.12.2017
EUR
3.5.2016 – 31.12.2016
EUR
1. Rohergebnis -62.731,97 -62.698,99
2. Personalaufwand 25.816,86 0,00
a) Löhne und Gehälter 21.150,00 0,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4.666,86 0,00
3. Abschreibungen 928,00 325,01
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 928,00 325,01
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 153.158,92 51.845,47
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.647,25 1.889,64
6. Ergebnis nach Steuern -254.283,00 -116.759,11
7. Jahresfehlbetrag 254.283,00 116.759,11

Anhang zum Jahresabschluss 2018

Grüngold AG, Weilheim

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 wurde nach den gesetzlichen Vorschriften des HGB- und GmbH-Gesetzes erstellt. Weiterhin wurden die Bestimmungen des Vermögensanlagengesetzes beachtet.

Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 1 HGB. Aufgrund des § 24 Vermögensanlagengesetz (VermAnlG) muss die Gesellschaft die Rechnungslegungsvorschriften des § 267 Abs. 3 HGB für mittelgroße Kapitalgesellschaften anwenden.

Die Gesellschaft firmiert unter Grüngold AG und hat ihren Sitz in Weilheim und ist beim Registergericht München unter HRB 228194 eingetragen.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit den Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Gegenstände des Anlagevermögens wurden im Jahr des Zugangs pro rata temporis abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und entsprechend den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von EUR 410,00 wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihrem Nominalwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

3. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens nach § 268 Abs. 2 HGB im Geschäftsjahr 2018 ist dem in der Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Gesellschaft hat am 15.09.2017 zusammen mit Herrn Peter Lewinsky die Intelligent Energy AG & Co. KG mit Sitz in Weilheim gegründet (HRA 1076 96, Amtsgericht München). Herr Lewinsky hält einen Kommanditanteil von EUR 1.000,00. Die Grüngold AG ist Komplementärin mit einer Festeinlage von EUR 10.000,00.

Diese Gesellschaft hat im Berichtsjahr Nachrangdarlehen erhalten und hiervon EUR 243.839,00 als atypisch stille Einlage an die Grüngold AG geleistet.

Die Grüngold AG hat im Berichtsjahr EUR 300.000,00 als Anzahlung auf den beabsichtigten Erwerb der Geschäftsanteile des r.e Bioenergie Betriebs GmbH & Co. 23. Biogas KG bezahlt, die die Biogasanlage in Pliening betreibt. Der endgültige Erwerb der Geschäftsanteile erfolgte am 4. Juli 2019.

2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen/Sonstige Vermögensgegenstände

Die ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände betreffen nicht abgerechnete Vorauszahlungen für Vertriebsaktivitäten freier Mitarbeiter sowie Umsatzsteuerguthaben.

3. Flüssige Mittel

In dem Bilanzposten sind Guthaben bei Kreditinstituten enthalten.

4. Eigenkapital

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von EUR 624.638,88 erwirtschaftet.

Hierbei handelt es sich um Anlaufkosten, da die Gesellschaft durch Verzögerungen bei der Erstellung des Verkaufsprospekts erst ab dem Ende des Geschäftsjahres 2017 Anlegergelder in Form von Nachrangdarlehen einwerben konnte und somit noch nicht über das notwendige Kapital zur Anschaffung der angebotenen Bio-Gasanlage verfügt.

Die Gesellschaft ist zwar nominell buchmäßig überschuldet; auf Grund des eigenkapitalähnlichen Charakters der Nachrangdarlehen ist jedoch von einer wesentlich geringeren tatsächlichen Überschuldung der Gesellschaft auszugehen.

Aufgrund der weiteren späteren Einzahlungen in die Nachrangdarlehen der Gesellschaft zum der Erwerb der vorgesehenen Biogasanlage, die nachhaltige Gewinne erzielen wird, ist von einer positiven Fortführungsprognose auszugehen.

Bis zum Ende des Jahres 2018 wurden Nachrangdarlehen in Höhe von EUR 760.900,00 gewährt sowie eine atypisch stille Einlage von EUR 243.839,00 gewährt.

5. Sonstige Rückstellungen

Die ausgewiesenen Rückstellungen betreffen Kosten der Aufstellung und Prüfung des Jahresabschlusses.

6. Verbindlichkeiten

Es werden Nachrangdarlehen mit einer Restlaufzeit > 1 Jahr in Höhe von EUR 760.900,00 und eine atypisch stille Einlage von EUR 243.839,00 ausgewiesen. Die übrigen Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig und nicht gesichert.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

An Umsatzerlösen werden lediglich das vereinnahmte Agio von Anlegern der Nachrangdarlehen ausgewiesen.

Die Abschreibungen betreffen die planmäßigen Abschreibungen im Anlagevermögen.

5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind.

Zum Bilanzstichtag bestand eine sonstige finanzielle Verpflichtung aus:

Mietverhältnis:

Für das Büro in Weilheim sind monatlich EUR 990,00 anzusetzen. Der Mietvertrag ist kurzfristig kündbar.

6. Sonstige Angaben

Nach § 267 Abs. 5 HGB sind Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder, Praktikanten und Auszubildende nicht, andererseits Teilzeitbeschäftigte voll zu zählen. Demnach beträgt die Zahl der angabepflichtigen Arbeitnehmer 1.

Mitglieder des Vorstands:

Peter Lewinsky, München

Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird in Anwendung der Schutzvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für Abschlussprüfungsleistungen EUR 6.000,00.

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Jahresfehlbetrag 2018 in Höhe von EUR 316.096,77 zusammen mit dem Verlustvortrag 2017 in Höhe von EUR 371.042,11 auf neue Rechnung vorzutragen.

Weilheim, den 5. Juli 2019

gez. Lewinsky, Vorstand

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2017
EUR
Zugänge
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2017
EUR
kumulierte Abschreibungen 01.01.2017
EUR
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 5.830,00 5.830,00 0,00 98,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 5.830,00 5.830,00 0,00 98,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.951,01 180,00 2.131,01 325,01 830,00
Summe Sachanlagen 1.951,01 180,00 2.131,01 325,01 830,00
Summe Anlagevermögen 1.951,01 6.010,00 7.961,01 325,01 928,00
kumulierte Abschreibungen 31.12.2017
EUR
Buchwert 31.12.2017
EUR
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 98,00 5.732,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 98,00 5.732,00
Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.155,01 976,00
Summe Sachanlagen 1.155,01 976,00
Summe Anlagevermögen 1.253,01 6.708,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 06.06.2019 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

An die Grüngold AG

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Grüngold AG – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Grüngold AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Die zukünftige Ertragslage der Gesellschaft hängt wesentlich davon ab, dass ausreichend Kapitalgeber gefunden werden um den Erwerb und Betrieb der Biogasanlagen zu finanzieren. Das Genehmigungsverfahren für die Zeichnung der Kapitalanlagen, sowie die anfängliche Zurückhaltung bei der Zeichnung der Nachrangdarlehen erforderten mehr Zeit als erwartet. In der Folge standen den hohen Aufwendungen in den Kalenderjahren 2017 und 2018 keine Erträge gegenüber. Durch die ausbleibenden Erträge auf der einen und hohe Finanzierungskosten auf der anderen Seite weist die Gesellschaft am Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlebtrag aus, der am Bilanzstichtag die gewährten Nachrangdarlehen überschreitet.

Zum Prüfungszeitpunkt waren die erforderlichen Mittel für den Kauf der ersten Anlage vorhanden, der Vertragsabschluss steht auskunftsgemäß kurz bevor. Für den Fortbestand des Unternehmens sind der Abschluss des Vertrages sowie der erfolgreiche Betrieb der Anlage von existenzieller Bedeutung.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

 

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Berlin, 6. Juni 2019

Stephanie Pipke, Wirtschaftsprüferin

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