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Simon (CC0), Pixabay
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Google hat mal wieder den virtuellen Besen geschwungen – und dabei anscheinend versehentlich ein paar Feiertage und kulturelle Ereignisse aus dem Google-Kalender gefegt. Nutzer bemerkten, dass plötzlich wichtige Einträge wie Pride Month, Black History Month oder Indigenous Peoples Month fehlten. Sogar der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust am 27. Januar ist verschwunden.

Aber keine Sorge – das war natürlich keine böse Absicht! Google erklärte, dass man schlicht und einfach keine Lust mehr hatte, „Hunderte von Terminen auf der ganzen Welt manuell zu pflegen“. Klingt ein bisschen so, als hätte der Praktikant das Google-Kalender-Dokument gelöscht und keiner will es jetzt zugeben.

Golf von Amerika statt Golf von Mexiko – Trump sagt, Google macht

Während kulturelle Ereignisse still und heimlich verschwinden, ist Google aber ganz vorne dabei, wenn es um politische Korrekturen im Trump-Stil geht. Auf Google Maps heißt der Golf von Mexiko jetzt „Golf von Amerika“, weil Donald Trump das so wollte. Schließlich sei es eine „langjährige Praxis“, der US-Regierung in solchen Dingen zu folgen.

Und weil man gerade dabei war, wurde Amerikas höchster Berg auch gleich zurück auf „Mount McKinley“ umgetauft, anstatt ihn weiterhin mit dem indigenen Namen „Denali“ zu belassen. Apple und Microsoft Bing dachten sich wohl: „Wenn Google das macht, machen wir mit!“ – und zogen fröhlich nach.

Goodbye Diversity – Hallo Einheitsbrei!

Doch damit nicht genug. In der gleichen Woche verkündete Google, dass es auch gleich noch seine Einstellungsziele für Diversität über Bord wirft. Man wolle sich „den neuen politischen Gegebenheiten anpassen“, heißt es. Übersetzt bedeutet das: Tschüss Vielfalt, hallo alte weiße Männer!

Der Schritt kam nicht überraschend, denn US-Präsident Trump hat erst kürzlich angeordnet, dass sämtliche Diversity, Equity & Inclusion (DEI)-Programme der US-Regierung zurückgefahren werden. Und Google? Springt begeistert auf den Zug auf, als hätte man nur darauf gewartet, endlich wieder ins Jahr 1950 zurückzureisen.

Was kommt als Nächstes?

Nachdem Google also fleißig Geschichte umschreibt, Feiertage löscht und politische Umbenennungen übernimmt, bleibt nur die Frage: Was kommt als nächstes? Vielleicht wird Thanksgiving bald zum „Donald Trump Appreciation Day“ umbenannt? Oder der 4. Juli offiziell zum „Tag der Steuergeschenke für Milliardäre“?

Eines ist sicher: Google bleibt sich treu – nur halt auf einem ziemlich schrägen Kurs.

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