Die weltweite Suche nach krisenfesten Anlagemöglichkeiten hat den Goldpreis in der Nacht auf heute erstmals in der Geschichte über die Schwelle von 4.000 US-Dollar je Feinunze getrieben. Das Edelmetall wurde zeitweise um 0,4 Prozent höher bei 4.002 Dollar (entspricht rund 3.443,80 Euro) gehandelt.
Der historische Preisanstieg ist das Ergebnis eines seit Jahren anhaltenden Trends: In unsicheren Zeiten wenden sich Anleger vermehrt „sicheren Häfen“ wie Gold zu – aus Sorge vor wirtschaftlichen Verwerfungen, geopolitischen Spannungen und in Erwartung weiterer Zinssenkungen der US-Notenbank.
Neben dem klassischen Sicherheitsbedürfnis tragen auch strukturelle Faktoren zum Boom bei: massive Goldkäufe durch Zentralbanken, eine gestiegene Nachfrage nach goldgedeckten ETFs, ein schwächerer US-Dollar sowie stabile Konsumausgaben treiben die Entwicklung an.
„Trotz des bereits hohen Preisniveaus steigt das Kaufinteresse weiter – das verstärkt die Aufwärtsdynamik zusätzlich“, erklärte Giovanni Staunovo, Analyst bei der UBS. Auch ein gewisser Herdentrieb spiele eine Rolle: Manche Investoren wollten schlichtweg nicht außen vor bleiben, heißt es in Bankenkreisen.
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