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Gold, Dunkelblau und viel Symbolik: Trumps neue Air-Force-One-Lackierung sorgt für Debatte

kalhh (CC0), Pixabay
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Die ikonische Präsidentenmaschine der Vereinigten Staaten steht vor einem sichtbaren Wandel. Die US-Luftwaffe hat angekündigt, ihre Regierungsflotte – darunter die nächste Generation der Air Force One – künftig in einem neuen Farbschema zu gestalten: Rot, Weiß, Dunkelblau und Gold.

Mit dem Schritt kehrt eine Idee zurück, die bereits während der ersten Amtszeit von Donald Trump kontrovers diskutiert wurde – und damals wieder verworfen worden war.

Abschied vom Kennedy-Design

Seit den 1960er-Jahren prägt das klassische, in Weiß und zwei Blautönen gehaltene Design das Erscheinungsbild der Air Force One. Es wurde unter Präsident John F. Kennedy eingeführt und entwickelte sich über Jahrzehnte zu einem Symbol amerikanischer Präsidentschaft.

Die nun angekündigte Neugestaltung markiert einen deutlichen Bruch mit dieser Tradition. Insbesondere die goldenen Elemente und der stärkere Kontrast sollen dem Regierungsjet eine markantere, patriotischere Optik verleihen.

Ein alter Plan kehrt zurück

Bereits 2019 hatte Donald Trump ein ähnliches Farbschema vorgeschlagen. Damals war eine rot-weiß-blaue Gestaltung mit dunkleren Farbtönen vorgesehen. 2022 wurde das Konzept jedoch verworfen, nachdem die US-Luftwaffe zu dem Schluss gekommen war, dass dunklere Farben zu thermischen Problemen führen könnten. Eine stärkere Aufheizung der Außenhaut hätte zusätzliche technische Anpassungen, höhere Kosten und weitere Verzögerungen bedeutet.

Nun greift die Air Force zentrale Elemente dieses früheren Entwurfs wieder auf – ergänzt um Goldakzente. Details dazu, wie mögliche Hitzeprobleme diesmal technisch gelöst wurden, nannte die Luftwaffe bislang nicht.

Die nächste Generation der Präsidentenjets

Das neue Design wird auf den sogenannten VC-25B angewendet – der militärischen Bezeichnung für zwei modifizierte Boeing 747-8i Flugzeuge. Diese sollen die aktuelle Präsidentenflotte ersetzen, die seit 1990 im Einsatz ist.

Das Programm zur Modernisierung gilt jedoch als problembehaftet. Ursprünglich sollten die neuen Maschinen bereits früher ausgeliefert werden. Inzwischen ist das Projekt rund vier Jahre hinter dem Zeitplan zurück. Die Auslieferung wird nun frühestens 2028 erwartet.

Die Kosten sind ebenfalls deutlich gestiegen. Während Boeing 2018 einen Festpreisvertrag über 3,9 Milliarden Dollar unterzeichnet hatte, belaufen sich die tatsächlichen Aufwendungen inzwischen auf über fünf Milliarden Dollar.

Zwischenlösung mit Qatar-Jet

Als Übergangslösung wird ein ehemaliges Regierungsflugzeug aus Katar umgebaut. 2025 hatte die US-Regierung eine luxuriöse Boeing 747 aus Katar übernommen. Der Verteidigungsauftrag ging an den Rüstungskonzern L3Harris Technologies, der die Maschine für den Einsatz als Präsidentenflugzeug umrüstet.

Zudem erwarb die Luftwaffe im Dezember zwei gebrauchte 747-8 für rund 400 Millionen Dollar, um Training und Ersatzteilversorgung für den künftigen Flottenwechsel sicherzustellen.

Auch die Vizepräsidenten-Flotte betroffen

Nicht nur die Air Force One erhält einen neuen Look. Auch vier modifizierte Boeing 757-200 Maschinen, die unter anderem den Vizepräsidenten, Kabinettsmitglieder und Kongressabgeordnete transportieren, sollen neu lackiert werden. Eine dieser Maschinen wurde bereits umgestaltet und soll in den kommenden Monaten wieder in Dienst gehen.

Symbolik und Politik

Die Farbwahl ist mehr als eine rein technische Entscheidung. Die Air Force One ist weltweit ein Symbol amerikanischer Präsidentschaft und Machtprojektion. Jede Veränderung an ihrer äußeren Erscheinung hat daher politische Bedeutung.

Für Befürworter steht das neue Design für Modernisierung und nationale Symbolkraft. Kritiker sehen darin eine Abkehr von einer überparteilichen Tradition hin zu einer stärker politisierten Inszenierung.

Unabhängig von der Bewertung steht fest: Wenn die neue Generation der Präsidentenjets ab 2028 in den Himmel steigt, wird sie nicht nur technisch, sondern auch optisch ein neues Kapitel in der Geschichte der amerikanischen Regierungsflieger aufschlagen.

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